Allerheiligen: Was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?

Allerheiligen: Was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?

Einmal im Jahr feiern die Christen Allerheiligen und legen Blumen ans Grab. OhMyMag führt dich zum Ursprung dieses heiligen Festes.

Datum von Allerheiligen 

Allerheiligen wird jeden 1. November gefeiert.

Ursprung von Allerheiligen

Der Name Allerheiligen, der so auch in anderen Sprachen benutzt wird, steht für das Fest aller Heiligen. Es ist eine Feierlichkeit, die es in Griechenland seit dem 4. Jahrhundert zu Ehren der christlichen Märtyrer gibt, die für ihren Glauben gestorben sind. Ursprünglich wurde sie am Sonntag nach Pfingsten gefeiert, einem Gedenktag, der für orthodoxe Christen noch immer von Bedeutung ist.

Auch interessant
Saudi-Arabien: Er enthüllt bei der Hochzeit ihr Gesicht und reicht sofort die Scheidung ein

Aus praktischen Gründen wurde der Allerheiligentag dann auf den 1. November, Tag des Keltischen Jahres, verschoben, um die Einhaltung des Christentums zu fördern. Nachdem das Pantheon in Rom (der Tempel, der allen Göttern geweiht ist) vier Jahrhunderte später offiziell der katholischen Kirche geweiht wurde, ersetzte die Anbetung christlicher Heiliger allmählich die der römischen Gottheiten.

Allerseelen (Totensonntag in den evangelischen Kirchen) findet am Tag nach Allerheiligen, am 2. November, statt. Er ist weniger alt und wurde zum Gedenken an die verstorbenen Gläubigen ab dem 10. Jahrhundert eingeführt. Die beiden Ereignisse unterscheiden sich also deutlich voneinander.

Traditionen zu Allerheiligen

Allerheiligen ist ein Feiertag und es ist üblich, dass die Gedenkfeier der Toten am selben Tag wie die Gedenkfeier der Heiligen stattfindet. Die Zeremonie beginnt am Abend des 31. Oktober, während eines Gottesdienstes bei Sonnenuntergang. Am nächsten Tag geht es dann bei einem großen religiösen Fest weiter.

Die Tradition des Allerheiligenfestes wurde ab dem 19. Jahrhundert weitgehend säkularisiert, insbesondere durch die öffentliche Bezeugung, die zu Ehren der verstorbenen Angehörigen erfolgte. Diese Tradition ist noch immer fest im religiösen und weltlichen Leben verwurzelt, und Allerheiligen ist der Tag, an dem die Friedhöfe am meisten mit Blumen geschmückt sind.

Meist werden Chrysanthemen zu Ehren der Verstorbenen gewählt, weil sie die Unsterblichkeit oder Trauer des Todes entsprechend ihrer Farbe symbolisieren. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Winterfrost macht sie ebenso zur bevorzugten Pflanze. Im 19. Jahrhundert ersetzten Chrysanthemen die Kerzen, die ursprünglich an den Gräbern angezündet worden waren.

• Sophie Kausch
Weiterlesen