Eid al-Adha: Datum, Herkunft und Traditionen des islamischen Feiertages

Eid al-Adha: Datum, Herkunft und Traditionen des islamischen Feiertages

Das Eid al-Adha ist das wichtigste Fest des muslimischen Kalenders. OhMyMag lässt dich in diesem Artikel die Ursprünge, die Bedeutung und die Traditionen dieses Feiertags entdecken.

Termine des Eid al-Adha

Vom 10. bis zum 13. Tag des 12. Monats des muslimischen Kalenders (die Entscheidung wird durch Beobachtung des Mondes getroffen).

Herkunft des Eid al-Adha

Eid al-Adha (das Opferfest), auch Aid El ́Kebir (das große Fest) genannt, ist das wichtigste Fest des islamischen Kalenders. Es beginnt am 10. des letzten Monats des muslimischen Kalenders (Dhou Al-Hija) und markiert das Ende des Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka.

Eid al-Adha feiert die Hingabe Abrahams (Ibrahim in der muslimischen Tradition) an Gott während einer Episode, die sowohl in der Bibel als auch im Koran erzählt wird: Die Opferung seines Sohnes auf einem Altar (Ismael für Muslime, Isaac für Juden und Christen). Nach muslimischer Überlieferung hätte Gott zum Zeitpunkt des Handelns den Erzengel Gabriel angewiesen, ein Schaf zu schicken, um Ibrahims Sohn zu ersetzen.

Im Gedenken an dieses Ereignis der drei abrahamitischen Religionen sind die Muslime deshalb eingeladen, das Schafopfer während des Festes Eid al-Adha zu reproduzieren.

Der muslimische Kalender ist lunar, so dass das Datum dieses Festes jedes Jahr wechselt. Dieser ist nur dank der Beobachtung des Mondes durch die religiösen Autoritäten fixiert.

Traditionen während des Aid El ́Kebir

Die zentrale Tradition des Festes Eid al-Adha ist das Schafopfer. Nur diejenigen Gläubigen, die sich ein gut ernährtes, mindestens einjähriges Schaf leisten können, müssen teilnehmen.

Es soll am Tag der Pilgerfahrt nach Mekka, dem 10. Tag des Monats Dhou Al-Hija, nach dem Aid-Gebet geopfert werden, das gegen 9 Uhr morgens stattfindet. Der Kopf des geopferten Lammes muss nach Mekka gerichtet sein, und seine Schlachtung muss ohne Betäubung erfolgen.

In vielen muslimischen Ländern folgen die Gläubigen der sogenannten Drei-Drittel-Regel. So wird ein Drittel der Schafe von ihren Besitzern verzehrt, ein Drittel wird Freunden geschenkt und das andere Drittel wird den Armen als Almosen vermacht.

In den Regionen der Welt, in denen es keine Schafe gibt, ist das Opfer einer Ziege notwendig, wie z.B. in Afrika, südlich der Sahara, oder in Indien.

• Sophie Kausch
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