Der glücklichste Mensch der Welt verrät uns seine Geheimnisse

Der glücklichste Mensch der Welt verrät uns seine Geheimnisse

Matthieu Ricard ist buddhistischer Mönch und wird als der glücklichste Mensch der Welt angesehen. Als echter Experte, verrät er uns seine fünf Geheimnisse für Glückseligkeit. 

Der 71-jährige Matthieu Ricard ist laut Wissenschaftlern der "glücklichste Menschen der Welt". Im Rahmen einer Studie wurde ein Hirnscan von Ricard erstellt. Dabei stellten die Forscher eine ungewöhnlich starke Aktivität in der linken Seite des präfrontalen Kortex des Mönchs fest. Die Aktivität der rechten Seite war im Vergleich sehr schwach. Je stärker der linke Bereich ausgeprägt ist, desto positivere Gefühle hat der Mensch. Eine starke Aktivität in der rechten Seite verweist hingegen auf Depressionen. 

Wer immer nur "ich" denkt, ist seines eigenen Unglücks Schmied

Ricard, der sein Lebensglück fand, als er begann sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, findet den Titel "glücklichster Mensch der Welt" zwar etwas übertrieben, aber er empfindet sich definitiv als glücklicher Mensch. Einer der Schlüssel zum Glück ist für Richard Altruismus: „Wer seine Gedanken immer um sich selbst kreisen lässt und überlegt, wie er Dinge besser machen könnte, wird schnell angestrengt, gestresst — und eben unglücklich.“

Wohlwollen, Güte, Begeisterung und Solidarität

Wer sich besser fühlen will, sollte lieber sein Heil in der Güte und dem Wohlwollen anderen gegenüber suchen, erklärt der Mönch. Das führt nicht nur dazu, dass man sich besser fühlt, sondern sorgt auch dafür, dass andere Menschen einem positiver begegnen werden. Das heißt natürlich nicht, dass man sich ausnutzen lassen sollte, stellt Ricards klar. „Wohlwollen, Güte, Begeisterung und Solidarität, das ist zum einen ein sehr gesunder Zustand für euren Geist, zum anderen werden euch die Menschen positiver wahrnehmen und ihr werdet euch fitter fühlen.“

Das Glückslevel auf eine neue Ebene heben

Ricard ist überzeugt, dass jeder gesunde Mensch das Potenzial hat, zufrieden und gut zu sein: „Wohlwollen, Achtsamkeit, emotionale Ausgeglichenheit und Widerstandsfähigkeit sind Eigenschaften, die wir trainieren können. Insofern kann man sagen, dass ihr Glücklichsein trainieren und mit mentalem Training euer Glückslevel auf eine neue Ebene heben könnt. Ob man Übung hat, macht einen riesigen Unterschied. Doch dazu ist ein regelmäßiges Training erforderlich. Ricards selbst nutzt Meditation.

So trainiert ihr täglich euer Glück

Zu Beginn des Trainings solltet ihr versuchen, euch zehn bis 15 Minuten am Tag positiven Gedanken zu widmen. Im Normalfall kosten Menschen glückliche Momente nur kurz aus, bevor sie sich wieder anderen Dingen zuwenden, bedauert Ricards. Sein Rat: Dehnt den Moment des Glücks ein wenig aus. Wenn ihr diese Übung wiederholt, fühlt ihr nach etwa zwei Wochen einen positiven mentalen Effekt. Haltet ihr dieses Training 50 Jahre lang durch, habt ihr vielleicht sogar die Chance, ein Glücks-Profi wie Ricard zu werden.

• Sophie Kausch
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