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Handystrahlung und Ameisen

Von negativen Auswirkungen der Handystrahlung haben wir alle schon gehört. Doch wer hätte gedacht, dass sich Handystahlung so negativ auf Ameisen auswirken würde? Vielleicht sollten wir uns doch einmal gewisse Fragen stellen!

Caroline Fontenoy / Tagesschau RTL TVI

Guten Abend.

Es ist eine umstrittene Frage ohne formelle Antwort… Wie dem auch sei, diese Studie lässt so manch einen perplex.

Forscher der ULB (Freien Universität Brüssel) haben die Auswirkungen von Handystrahlung auf Ameisen untersucht.

Die Ameisen haben nicht nur sehr schnell ihren Orientierungssinn, sondern auch sonst noch 50 % ihrer Kapazitäten verloren. Ein Ergebnis, das zumindest nachdenklich stimmt.

Ich gebe weiter an Jimmy Meo:

Das Experiment ist schnell aufgestellt. Es wird dazu ein Handy in ein Ameisenvolk gelegt… und schon zeigen sich erste Ergebnisse.

Wie Sie sehen, kann sich diese hier schon nicht mehr normal bewegen. Die Bewegungen ihrer Beine sind nicht mehr koordiniert, weil das Tier der Handystrahlung zu lange ausgesetzt war. Diese Bewegungsstörungen werden durch Schäden im zentralen Nervensystem ausgelöst.

Dr. Marie-Claire Cammaerts, Abteilung für Biologie der Organismen an der ULB

Alles hängt vom zentralen Nervensystem ab, die Fortbewegung, die Wahrnehmung der von den anderen Ameisen kommunizierten Signale, das Verhalten… Das alles ist in Mitleidenschaft gezogen.

Das Lernvermögen und das Gedächtnis der dem Strahlungsgenerator ausgesetzten Ameisen sind zu 50 % beeinträchtigt.

Selbst nach einer längeren Erholungsphase gewinnen die Ameisen nur 60 % dieser Fähigkeiten wieder zurück.

Ich habe den Strahlungsgenerator jetzt ausgeschaltet. Die Ameisen haben sich ein bisschen erholt und zeigen wieder Lernvermögen. Doch ohne ihr ursprüngliches Niveau je wieder zu erreichen.

Dr. Marie-Claire Cammaerts, Abteilung für Biologie der Organismen an der ULB

Die der Handystrahlung ausgesetzten Ameisen reagierten genauso.

Wenn das Experiment frühzeitig abgebrochen wird, erholen sich die Ameisen wieder. Geht das Experiment weiter, sterben sie.

Die Gefahren für den Menschen sind also durchaus ernst zu nehmen. So ist zum Beispiel das Ohr, an das wir das Handy halten, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Sie müssen sich die Strukturen im Ohr vorstellen. Wir haben Haarzellen im Ohr. Schon im Mittelohr und der Eustachischen Röhre. Sei es fürs Gleichgewichtsgefühl oder das Gehör selbst, das sind sehr empfindliche Zellen.

Dr. Marie-Claire Cammaerts, Abteilung für Biologie der Organismen an der ULB

Ein guter Rat also: Halten Sie Ihr Handy nicht zu nahe und nicht zu lange ans Ohr.

Und für schädliche Insekten könnte ein kleiner Strahlungsgenerator vielleicht sogar Insektenschutzmittel ersetzen, warum nicht?

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