Der Corgi: Herkunft, Charakter, Erziehung, Preis und mehr

Der Corgi: Herkunft, Charakter, Erziehung, Preis

Hast du dich mit dem Gedanken angefreundet, dir einen Corgi anzuschaffen? Der niedliche Kurzbeiner hat es dir angetan aber du hast noch ein paar Fragen zu seiner Haltung? OhMyMag verrät dir hier alles, was du über diesen süßen kleinen Vierbeiner wissen solltest, bevor du deine Entscheidung triffst.

Herkunft des Corgi

Beim Corgi handelt es sich um eine ursprünglich aus Großbritannien, genauer gesagt aus Wales, stammende Hunderasse, die sich dort bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Corgi bedeutet so viel wie Zwerghund, kann aber auch mit Arbeitshund übersetzt werden. Beide Bedeutungen sind zutreffend, denn er ist nicht nur klein, sondern wurde auf dem Land auch als Hüte- und Treibhund eingesetzt.

Um das Vieh anzutreiben, schnappt es der Corgi in die Fersen (heels). Er ist ein Heeler (Fersenbeißer bzw. Wadenbeißer). Der kynologische Dachverband FCI (Fédération Cynologique internationale) unterscheidet zwischen zwei wenn auch sehr ähnlichen Corgi-Rassen, dem Welsh Corgi Pembroke und dem Welsh Corgi Cardigan.

Die beiden Rassen unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihren Schwanz. Der Pembroke hat nur einen angeborenen Stummelschwanz. Für die Rasse sind sämtliche Farben zugelassen. Nur reines Weiß ist für den Cardigan nicht anerkannt. Der Corgi gehört zu der Rasse der Schäferhunden, doch aus welchen Kreuzungen seine Rasse hervorging, ist bis heute nicht bekannt.

Charakter des Corgi

Mit seinem kurzen drahtigen Haar und seinen aufgerichteten spitzen Ohren erinnert der Corgi an einen kleinen Fuchs. Als ehemaliger Hüte- und Treibhund für Rindvieh und Schafe hat der Corgi auch heute noch einen ausgeprägten Charakter. Er ist seinem Besitzer treu ergeben, lässt sich leicht erziehen und ist nicht ängstlich.  

Der Corgi ist bekannt für sein freundliches und umgängliches Wesen. Er ist ein toller Familienhund. Der kleine drahtige Vierbeiner hat eine erstaunliche Ausdauer und Bewegungsfreude. Er spielt gern und will im Freien beschäftigt werden, um sich austoben zu können. Er erweist sich als liebenswertes Familienmitglied, auch Kindern gegenüber, ist wachsam und meldet jeden Eindringling.

Erziehung des Corgi

Der unerschrockene und gern dickköpfige Corgi braucht eine konsequente Erziehung. Aufgrund seiner Vorgeschichte als Hütehund kann er dazu neigen, auch als Haushund die Waden kneifen zu wollen, vor allem bei Kindern, wie einst beim Viehtreiben. Doch diese schlechte Angewohnheit hat sich in der Zwischenzeit schon fast verloren und lässt sich allenfalls durch entsprechende Erziehung leicht abgewöhnen. Der Corgi ist sehr anhänglich und tut alles, um seinem Herrchen einen Gefallen zu erweisen. Das erleichtert seine Erziehung.  

Gesundheit des Corgi

Corgis sind robuste und gesunde Hunde mit einer Lebenserwartung von an die 13 Jahre. Leider sind sie anfällig für die Degenerative Myelopathie (DM), eine fortschreitende und vererbliche Erkrankung des Rückenmarks, die meist im Alter von 8 Jahren beginnt und nach und nach die Hinterläufe und die Vorderläufe beeinträchtigt.

Bei reinrassigen Hunden der Rasse wird die Entwicklung dieser Krankheit durch Inzucht begünstigt. Daher ist es wichtig, bei der Anschaffung eines Corgi sicherzugehen, dass der Züchter bei den Erzeugern die erforderlichen Gentests vorgenommen hat, um keine kranken Tiere zeugen zu lassen.

Preis eines Corgi

Ein Corgi-Rüde ist schon so ab 800 Euro erhältlich. Ein Corgi-Weibchen ist so ab 1.300 Euro zu haben. Natürlich hängt der Preis auch vom Verwendungszweck des Vierbeiners ab, ob er für Ausstellungen, Zucht oder nur als Begleithund dienen soll… Und dann natürlich vom Stammbaum. In Anbetracht dieser Kriterien kann der Preis eines Corgis bis zu 1.500 Euro betragen.

• Sophie Kausch