Eine Bengalkatze

Fasziniert dich die wildkatzenartige Bengalkatze und würdest du dir gern eine zulegen? OhMyMag verrät dir hier alles, was du über diese exotische Rassekatze wissen solltest, bevor du dir eine anschaffst.

Ursprung und Herkunft der Bengalkatze

Um mit vorgefassten Meinungen aufzuräumen, muss gleich gesagt werden, dass die Bengalkatze nicht wirklich aus Bengalen stammt. Aufgrund ihres einzigartigen gefleckten Fells wird die exotisch getupfte Katze auch Leopardkatze, Tigerkatze oder Leopardette genannt. Doch ihr offizieller Name ist Bengal.

Die wildkatzenähnliche Bengalkatze ging 1963 aus Kreuzungsversuchen der Amerikanerin Jean Mill hervor. Die kalifornische Genetikerin hat Hauskatzen mit Asiatischen Leopardkatzen, kleinen asiatischen Wildkatzen, gepaart. Doch erst ein paar Generationen später wurde die Bengalkatze dann auch als Katzenrasse anerkannt.

1885 wurde die Bengalkatze zum ersten Mal auf einer Ausstellung präsentiert und auch als Rassekatze verkauft. Um als Rassekatze verkauft werden zu können, müssen mindestens vier Generationen zwischen der Kreuzung der Hauskatze mit der Wildkatze liegen. Das Ergebnis dieser Kreuzungen ist nichtsdestoweniger einzigartig. Nach Deutschland kamen die ersten Bengalkatzen so ab 1988.

Die Erhaltung der Rasse der Bengalkatze unterliegt strengen Voraussetzungen, insbesondere der Bedingung, immer wieder den wilden Vorfahren einzukreuzen. Die Einkreuzung einer Wildkatze muss mindestens in der fünften Generation erfolgt sein. Dies muss im Zuchtnachweis mit einem Stammbaum belegt werden können. Doch diese Bedingung wird durch den Artenschutz und die strengen Auflagen beim Import erschwert. In Belgien zum Beispiel ist die Bengalkatze bis jetzt noch nicht als Rassekatze anerkannt und gilt weiterhin als Hybrid.

Charakter und Wesen der Bengalkatze

Die Bengalkatze hat ein relativ kurzes, dichtes, sehr weiches Fell, einen dreieckigen Kopf und ein marmoriertes oder getupftes Fell wie ein Leopard. Sie ist extrem verspielt, lebhaft, intelligent und sehr neugierig, anhänglich und verschmust. Wenn sie auch viele äußere Merkmale ihres wilden Vorfahrens hat, bleibt sie doch ihrem Wesen und ihrem Charakter nach eine Hauskatze.

Die Bengal ist oft eine sportliche Katze. Sie hält sich gern in luftiger Höhe auf und ist Gegensatz zu anderen Katzen auch wasserliebend. Aufgrund ihres freundlichen Wesens und ihrer verspielten Art ist sie auch für Kinder geeignet.

Haltung, Pflege und Erziehung der Bengalkatze

Damit die Sozialisierung der Bengalkatze gelingt, sollte sie als Kätzchen nicht zu früh von der Mutter und den anderen Kätzchen getrennt werden. Sie ist im Durchschnitt so nach 12 Wochen entwöhnt. Und die braucht sie auch für ihre gesunde Entwicklung.

Die ersten drei Monaten ihres Katzenlebens sind wichtig für ihre emotionale, mentale und körperliche Entwicklung und Entfaltung sowie den Aufbau ihres Immunsystems. Sie sind die Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Katzenleben und eine gelungene Sozialisierung. 

Preis einer Bengalkatze

Der Preis einer Bengalkatze hängt von zahlreichen Kriterien ab, wie insbesondere ihrer Fellzeichnung. Je nach Fellzeichnung kann sich der Wert eines Kätzchens verdreifachen. Für ein marmoriertes Fell muss mit 800 bis 1.200 Euro und für ein getupftes von 1.000 bis zu 2.500 Euro gerechnet werden, je nachdem ob das Kätzchen zur Zucht bestimmt ist oder nur als Haustier gehalten werden soll.

In jedem Fall solltest du dich erkundigen, ob die Erzeuger deines Kätzchens auf PK (Pyruvatkinasedefizienz), FIV (KatzenAIDS) und FeLV (Felines Leukämie Virus) getestet worden sind.

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