Die Ragdoll-Katze: Herkunft, Charakter, Preis, Ernährung und Pflege

Die Ragdoll-Katze: Herkunft, Charakter, Preis, Ernährung und Pflege

Hast du dir schon immer eine Ragdoll-Katze gewünscht, möchtest aber lieber noch etwas mehr über diese attraktive Katze wissen, bevor du dir eine anschaffst? OhMyMag verrät dir hier alles, was du über diese schöne Katzenrasse amerikanischer Herkunft wissen solltest.

Ursprung und Herkunft der Ragdoll-Katze

Die Ragdoll ist eine Katzenrasse amerikanischer Herkunft. Sie wurde 1963 von einer Züchterin namens Ann Baker kreiert. Nach Europa kam die Ragdoll-Katze 1981 über Groß-Britannien und Frankreich. 1983 kamen die ersten Zuchtkatzen dann auch nach Deutschland.

Die Ragdoll-Katze beeindruckt durch ihre Größe und ihren massiven, kräftigen Körperbau. Sie erstaunt immer wieder durch ihre schlaffe Haltung beim Hochnehmen, der sie ihren Namen verdankt. Ragdoll bedeutet Stoffpuppe. Und wie eine Stoffpuppe lässt sie auch Körper und Gliedmaßen entspannt und schlaff herunterhängen, wird sie hochgehoben oder auf den Arm genommen. Die erste Ragdoll-Katze ging aus einer Zufallskreuzung hervor.

Stammmutter der Ragdoll-Katze ist eine amerikanische Katze namens Josephine, eine angoraähnliche Freigängerin mit halblangem weißem Haar. Der Stammvater und seine Eigenschaften sind unbekannt. Der Legende nach soll Josephine von einem Fahrzeug erfasst worden sein und danach jegliches Schmerzempfinden verloren haben.

Das fehlende Schmerzempfinden soll sie an ihre Nachkommenschaft weitergegeben haben. Doch wissenschaftlich erwiesen ist das nicht. Die strengen Zuchtvorgaben von Ann Baker – der ersten Züchterin der Rasse – an andere Züchter haben dazu geführt, dass ähnliche Züchtungen wie die RagaMuffin betrieben worden sind.

Charakter der Ragdoll-Katze

Die Besonderheit der Ragdoll-Katze ist ihre extreme Schlaffheit beim Hochheben. Sie lässt sich mit der Schlaffheit eines Kätzchens im Maul der Katzenmutter vergleichen. Im Grunde genommen behält sie dieses kindliche Verhalten ihr ganzes Leben lang bei.

Die blauäugige Ragdoll-Katze kommt als weißes Kätzchen zur Welt. Ihre anderen Färbungen zeigen sich erst nach und nach. Die Ragdoll-Katze ist ruhig, lieb, verschmust, anhänglich, sanft und zurückhaltend. Sie ist von Natur aus nicht ängstlich (oder sich einfach der Gefahr nicht bewusst). Daher empfiehlt es sich, seine Ragdoll nicht allein auf die Straße zu lassen, damit sie nicht überfahren wird.

Auf Mäusejagd zu gehen, gehört nicht zur Gewohnheiten der Ragdoll-Katze. Sie zieht menschliche Gesellschaft vor, liebt es, gestreichelt zu werden und verbringt ihre Zeit gern im Haus, auf dem Bett oder der Couch.

Erziehung und Ernährung der Ragdoll-Katze

Die Ragdoll-Katze sollte – wie die meisten Katzen – einen immer gefüllten Fressnapf haben, denn sie braucht öfters am Tag kleinere Mahlzeiten, die ihren Fressgewohnheiten in der Natur entsprechen. Sie zu rationieren würde nur dazu führen, dass sie sich Speck anfrisst. Trotzdem sollte ihre Sozialisierung nicht zu kurz kommen. Die Ragdoll ist eine sehr gesellige und verspielte Katze. Sie ist intelligent und hat es gern, beschäftigt zu werden.

Die Ragdoll ist eine eher gesunde und robuste Katze. Doch sie neigt zu gewissen Herzkrankheiten wie HCM (hypertrophe Kardiomyopathie), einer Verdickung des Herzmuskels und einer Vergrößerung der linken Herzkammer. Daher ist es wichtig, beim Kauf darauf zu achten, dass bei ihren Erzeugern die notwendigen Voruntersuchengen gemacht worden sind.  

Temperament und Charakter des Kätzchens zeigen sich bei der Ragdoll ab der dritten Lebenswoche. Ab diesem Zeitpunkt kann der Züchter Angaben zu ihrer Sozialisierung und ihrem Verhalten machen und dem zukünftigen Käufer bei seiner Wahl entsprechend zur Seite stehen.

Preis der Ragdoll-Katze

Je nach Zucht und Abstammung liegt der Preis einer Ragdoll-Katze zwischen 600 und 2.700, im Durchschnitt so bei 1.000 Euro. Der hohe Preisunterschied hängt von zahlreichen Kriterien ab, wie dem Ruf und der Qualität der Zucht, dem Geschlecht, ihrem Stammbaum sowie dem Stammbaum und den Auszeichnungen ihrer Erzeuger, dem Farbmuster und in wieweit sie dem Idealbild der Rasse entspricht.

• Sophie Kausch