Zähneputzen mit Kreide: Wissenswertes zu Anwendung und Nutzen

Zähneputzen mit Kreide: Wissenswertes zu Anwendung und Nutzen

Immer mehr Menschen putzen ihre Zähne auf unkonventionelle Art und Weise und zwar mit einem Gegenstand, den die Älteren unter euch noch aus der Schulzeit kennen: Kreide! Doch handelt es sich dabei um eine natürliche Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta oder sollte man weiterhin auf altbewährte Zahnpflegemittel setzen?

Verwendung von Zahnkreide und Kreidepulver

Wie beim üblichen Zähneputzen sollte die Zahnbürste zunächst befeuchtet werden, bevor das Kreidepulver aufgenommen wird. Danach wird wie gewohnt geputzt, d.h. idealerweise dreimal am Tag und mindestens drei Minuten lang.

Eine Alternative zum Kreidepulver sind Zahnkreidesticks, die die Bürste überflüssig machen. Hier wird der Kreidestein direkt in den Mund eingeführt und nach und nach abgetragen. Beim Putzen entsteht kein Schaum.

Hersteller und Preis von Zahnkreide

Zahnkreide gibt es als Xylit-Pulver und als Sticks in unterschiedlichen Größen und Geschmäckern wie Minze.

Birkengold - 50 Xylit-Sticks a 4g - ab 3,98 €

Lamazuna - Zahnpasta am Stiel 20g - 9,90 € 

Zahnkreide - Pro und Contra

Zahnkreide ist vegan und Hersteller preisen die Umweltfreundlichkeit des Produktes an. Schließlich werden Plastiktuben und -bürsten durch die Holzsticks überflüssig. Der hohe Preis der Produkte im Vergleich zu herkömmlicher Zahnpasta wird dadurch gerechtfertigt, dass die Kreidesticks länger halten. Gegner von traditioneller Zahnpasta behaupten, dass mehrere Inhaltsstoffe gesundheitsschädlich seien (Fluorid, Triclosan etc.).

Die Stiftung Warentest warnt hingegen eindringlich vor der Nutzung von Zahnkreidesticks. Zwar würden Zahnbeläge effektiv abgeschrubbt, doch Karies, Plaque und Zahnfleischentzündungen werden nicht vorgebeugt. Es fehle vor allem Fluorid. Hinzu kommt, dass sich auf den feuchten Sticks Keime wohlfühlen. Hinzu kommt der satte Preis der Produkte.

• Sophie Kausch
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