Mariä Lichtmess: Datum, Ursprung und Brauchtum

Mariä Lichtmess: Datum, Ursprung und Brauchtum

Im Februar feiern die Christen alljährlich Mariä Lichtmess. Dann werden Lichtmessbrot, Pfannkuchen, Eierkuchen und bei unseren französischen Nachbarn Crêpes gebacken. Entdeckt mit uns Ursprung, Bedeutung und Brauchtum dieses alten Festes.

Wann ist Mariä Lichtmess

Mariä Lichtmess findet alljährlich am 2. Februar statt, dem vierzigsten Tag nach Weihnachten.

Der Ursprung von Mariä Lichtmess

Vierzig Tage nach Weihnachten findet Mariä Lichtmess statt, das Fest der Lichter und dem christlichen Glauben nach der Darbringung Christi im Tempel von Jerusalem.

Seit dem 10./11. Jahrhundert werden am 2. Februar alljährlich die für das nächste Jahr benötigten Kerzen geweiht. Einst mit Lichterprozessionen von der Kirche bis nach Hause, wobei die Kerzen nicht ausgehen durften. Diese Lichterprozessionen sollten ursprünglich an die vierzigtägige Reise von Joseph und Maria von Nazareth (dem alten Namen von Bethlehem) zum Tempel von Jerusalem erinnern und vor der Begegnung mit dem Herrn von Sünden reinigen.  

Noch bevor es zu einem christlichen Fest wurde, ging es auf einen jüdischen Brauch zurück, nachdem jede jüdische Mutter 40 Tage nach der Geburt Gott ein Dankesopfer dafür bringen muss, dass er ihr Kind verschont hat – in Erinnerung an die zehn Strafen, die Gott den Ägyptern zur Befreiung der Kinder Israels auferlegt hat. Außerdem galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein und musste durch ein Reinigungsopfer wieder rein werden, daher der alte Name des Fests Mariä Reinigung.

Noch älter sind seine heidnischen Ursprünge. Im alten Rom wurden Lichterprozessionen zu Ehren des ziegenfüßigen Gottes Pan von Wald und Flur abgehalten, um ihn um Schutz für die Aussaat und gute Ernten zu bitten.

Mariä Lichtmess Gebräuche

Am Lichterfest Mariä Lichtmess gehen die gläubigen Christen zur Kerzenweihe in die Kirche. Zu Hause werden Pfannkuchen oder Eierkuchen gebacken. Daher ist dieses Fest vor allem bei Kindern sehr beliebt.  

Es hieß, die Weizenernte falle schlecht aus, wenn an Mariä Lichtmess keine Eierkuchen gegessen würden. Einem anderen Aberglauben nach sollte ein Pfannkuchen mit einer Hand in der Luft gewendet und mit der Pfanne wiederaufgefangen werden können, während in der anderen Hand ein Goldstück gehalten wurde. Wem das Kunststück gelang, dem verhieß das Jahr Reichtum und Wohlstand.

Auch heute noch werden an Mariä Lichtmess nach Herzenslust Pfannkuchen gebacken. Doch inzwischen ohne Aberglauben und nur noch zum Vergnügen!

• Sophie Kausch
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