Wird es Pailletten und Mikroperlen bald nicht mehr geben?

Nach Meinung der Wissenschaftler sollten wir auf den Gebrauch von Pailletten und Mikroperlen verzichten. Sie sollten aufgrund der die Umwelt verschmutzenden Kunststoffpartikel, die sie enthalten, verboten werden. Letztere haben verheerende Auswirkungen auf das Ökosystem, insbesondere in unseren Ozeanen… 

Die winzigen Kunststoffpartikel können von Filtern und Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Aufgrund ihrer geringen Größe werden sie anschließend von Fischen, Seevögeln und Meeresbewohnern verspeist und verseuchen so die gesamte Nahrungskette. Die Wissenschaftler, die sich für das Verbot der Partikel einsetzen, weisen vor allem darauf hin, dass sich letztere nie ganz auflösen. Sie tragen also zur wachsenden Plastikverschmutzung unserer Ozeane mit bei.

Mikroperlen sind heute schon Bestandteil zahlreicher Produkte des täglichen Lebens

Viele Länder, darunter Großbritannien und Neuseeland, setzen sich heute schon dafür ein, den Gebrauch von Mikroperlen in kosmetischen Produkten zu verbieten. „All diese Pailletten sollten verboten werden, denn sie enthalten Kunststoffpartikel“, erklärte vor kurzem die Anthropologin Trisia Farrelly in einem Interview mit der britischen Internet-Zeitung The Independent.

Sie fügte hinzu: „Wenn Leute von Pailletten sprechen, dann denken sie an Partys und Pailletten-Outfits. Doch Pailletten sind heute in zahlreichen Produkten enthalten, an die viele gar nicht denken, wie beispielsweise Make-up-Produkte und Kosmetik.“

Praktisch sämtliche Pailletten dieser Art werden mit Aluminium und Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Ihre Bestandteile setzen chemische Produkte frei, die unser Hormonsystem störend beeinflussen und dadurch im Nachhinein zu neurologischen Erkrankungen führen und Krebs verursachen können.

Gibt es eine Alternative zu umweltverschmutzenden Mikroperlen?

Trisia Farrelly ist der Meinung, dass sich die Hersteller verantwortlich zeigen und umweltfreundliche Alternativprodukte verarbeiten sollten. „Ich bin es leid, immer wieder zu hören, die Verbraucher hätten sich verantwortungsvoll zu verhalten und sollten darauf achten, keine Produkte dieser Art zu kaufen und zu benutzen. Das ist praktisch unmöglich,“ sagt Doktor Farrelly. „Es sind die Hersteller, die sich verantwortungsvoll verhalten und sichere, ungiftige und nachhaltige Bestandteile für ihre Produkte finden müssen,“ fordert die Anthropologin angesichts der Notwendigkeit, auf die Kunststoffpartikel zu verzichten und unseren wachsenden Konsum an Plastik einzudämmen. 

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