Ostern: Ursprung, Bedeutung und Osterbräuche

Ostern: Ursprung, Bedeutung und Osterbräuche

Das alljährliche Osterfest ist das erste große und wichtigste Fest des christlichen Kalenders. Entdeckt mit uns die Ursprünge, Hintergründe und Bräuche des Osterfests.

Ostern ist ein beweglicher Feiertag

Ostern ist ein bewegliches Fest. Das Datum des Osterfests hängt vom Mond ab und fällt nach dem gregorianischen Kalender (Sonnenkalender) immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsmond, d. h. frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. 2018 fällt der Ostersonntag auf den 1. April.

Die Ursprünge des Osterfests

Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christus und das Ende der vorösterlichen Fastenzeit. Doch das Osterfest beginnt schon mit der Feier des letzten Abendmahls am Gründonnerstagabend. Dann kommt die Leidensgeschichte und die Kreuzigung Jesu am Karfreitag.

Schon im Alten Testament wurde Ostern von den Juden als Pessach-Fest gefeiert, die Befreiung der Israeliten von der Sklaverei im Pharaonenland und den Auszug aus Ägypten mit Moses. Doch Ostern hat auch weit ältere heidnische Ursprünge. Es war das heidnische Frühlingsfest nach den langen entbehrlichen Wintermonaten.

Traditionen an Ostern

Das Osterfest ist das höchste und feierlichste Fest der katholischen Kirche. In der Woche vor Ostern, der sogenannten Karwoche, praktizieren die gläubigen Christen Rituale, die symbolisch der Passion und dem Kreuzgang Jesu Christi gedenken.  

Sie beginnen Ostern am Gründonnerstag mit einem Abendmahlsgottesdienst, der an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern erinnern soll. Am Karfreitag wird mit einer Kreuzwegandacht dem Kreuzweg und der Kreuzigung Jesu gedacht. Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe und der Trauer über den Tod Jesu am Kreuz. Am Abend des Karsamstags geht die Fastenzeit zu Ende. Dann kommt der Ostersonntag, der Festtag der Auferstehung Jesu Christi und der ranghöchste Feiertag im christlichen Kirchenjahr. Zum traditionellen Festmahl nach der langen Fastenzeit gibt es in Deutschland und Frankreich meist Lammbraten, das Osterlamm mit Bohnen.

Ein weiterer, weltweit verbreiteter Brauch an Ostern, der bis weit in die Antike zurückverfolgt werden kann, ist das Schenken und Verstecken von Ostereiern. Die österlichen Symbole der Fruchtbarkeit werden in Deutschland und in Amerika vom Osterhasen gebracht. In Frankreich, Belgien und Italien sind es die Glocken, die jetzt wieder läuten dürfen und der Legende nach die vor Ostereier aus Rom mitbringen.

Die bunt bemalten und geschmückten Ostereier sind vor allem bei Kindern sehr beliebt und werden sehnsüchtig erwartet.  

• Sophie Kausch
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