Tag der Arbeit

Am Tag der Arbeit gehen jedes Jahr weltweit Menschen auf die Straße, um für besser Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Aber seit wann machen wir das eigentlich und woher kommt der Feiertag ursprünglich? OhMyMag klärt euch auf. 

Wann wird der Tag der Arbeit gefeiert?

Der Tag der Arbeit ist einer der wichtigsten nichtchristlichen Feste und wird am 1. Mai gefeiert. In Deutschland, Österreich und Teilen der Schweiz, aber auch in der Volksrepublik China und vielen anderen Ländern weltweit, ist der 1. Mai als gesetzlicher Feiertag festgelegt. Überall auf der Welt steht der 1. Mai für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, auf welche mit Kundgebungen und Demonstrationen aufmerksam gemacht wird.  

Woher kommt der Tag der Arbeit?

Der Tag der Arbeit wird seit 1890 zelebriert, gesetzlich als Feiertag eingetragen ist er seit 1933. Seinen Ursprung hat der Feiertag aber in einer Demonstration, die am 1. Mai 1865 in Australien statt fand. Arbeiter gingen auf die Strasse um sich für einen Achtstunden-Tag stark zu machen. Ein Jahr später fand in den USA aus demselben Grund ein Generalstreik statt. Im Bundesstaat Chicago eskalierten diese landesweiten Proteste jedoch und es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Arbeitern und der Polizei, welche heute in den Geschichtsbüchern als die "Haymarket Affair" beschrieben wird. 

Rund 20 Jahre nachdem sich die ersten Arbeiter für ihre Rechte stark gemacht hatten, wurde der Tag des 1. Mais offiziell als "Kampftag der Arbeiterbewegung" eingeführt.

Wie wird am 1. Mai gefeiert?

Da der 1. Mai ein politischer und kein religiöser Feiertag ist, stehen an diesem Tag keine speziellen Bräuche auf der Tagesordnung, wie etwa die Eiersuche an Ostern. Bezeichnend für diesen Tag sind die weltweit stattfindenden Demonstrationen und Kundgebungen für besser Arbeitsbedingungen, wie etwa Mindestlöhne oder soziale Sicherheit. An manchen Mai-Kundgebungen sieht man rote Mainelken, die als Symbol der Arbeiterbewegung gelten. 

1. Mai-Chaoten

Eine unschöne Begleiterscheinung der 1. Mai-Kundgebungen sind die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. In Deutschland beobachtet man diese etwa in Berlin-Kreuzberg oder im Hamburger Schanzenviertel. Auch in der Schweiz sind neben friedlichen Protesten auch immer wieder Strassenkämpfe mit der Polizei und Festnahmen von gewaltbereiten Demonstranten Bestandteil des 1. Mai-Feiertages.

Tanz in den Mai und Mai-Baum

Es gibt aber auch eine Tradition am 1. Mai, die nichts mit Protesten und Kundgebungen zu tun hat. Im Rheinland und in Teiler Bayerns und Schwaben sowie anderen vereinzelten Regionen wird am 1. Mai der "Tanz in den Mai" gefeiert. Dabei ist das feierliche Aufstellen eines geschmückten Baumstammes auf dem Dorfplatz üblich. Außerdem ist es, vorwiegend in ländlichen Gegenden noch Brauch, dass Männer ihrer Angebeteten eine kleinere Version des Mai-Baumes vor das Haus stellen, der da während 30 Tagen verbleibt. Mag die Frau denjenigen, der den Baum vor ihrem Haus angebracht hat, bedankt sie sich mit einer Einladung zum Essen, wenn der Mann den Baum nach einem Monat wieder abholt. 

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