Wiedervereinigung

Am Tag der Deutschen Einheit hat der Großteil der deutschen Bevölkerung frei. Aber wieso eigentlich? OhMyMag erklärt, was am 3. Oktober gefeiert wird. 

Wann ist der Tag der Deutschen Einheit?

Der Tag der Deutschen Einheit ist der deutsche Nationalfeiertag und wird am 3. Oktober gefeiert. Er gilt aus historisch-politischer Sicht als der höchste und wichtigste gesetzliche Feiertag in Deutschland.

Was ist der Tag der Deutschen Einheit?

Dieser Feiertag erinnert an das "Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland". Also an die Wiedervereinigung von West- und Ost-Deutschland.

Am 3. Oktober 1990 trat der Vertrag in Kraft, der die frühere DDR wieder offiziell mit der Bundesrepublik vereinte. Die DDR wurde formal als Staat aufgelöst und der Bundesrepublik Deutschland angegliedert. Seither bildet Deutschland eine Einheit aus 16 Bundesländern, davon fünf „neue“ Bundesländer (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen).

Wie wird am 3. Oktober gefeiert?

Jedes Jahr richtet eine andere Stadt die Feierlichkeiten zum 3. Oktober aus. Gleichzeitig finden in Berlin seit einigen Jahren Konzerte und andere Veranstaltungen statt, rund um das Brandenburger Tor und die Straße des 17. Juni.

Anlässlich der Berliner Bundesratspräsidentschaft richtet Berlin 2018 auch die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit aus. Vom 01. bis 03. Oktober findet unter dem Motto "Nur mit Euch" rund um den Platz der Republik und die Straße des 17. Juni ein großes Fest für alle Altersgruppen statt.

Tag der Deutschen Einheit: Was ist der geschichtliche Hintergrund?

45 Jahre lang waren Ost- und Westdeutschland getrennt gewesen. Im Osten gab es von 1949 bis 1990 die Deutsche Demokratische Republik (DDR) - entstand aus der Teilung Deutschlands während des 2. Weltkrieges. Die DDR war eine kommunistische Diktatur, die während vier Jahrzehnten weitgehend von Westdeutschland isoliert und der Sowjetunion abhängig war.

Doch das undemokratische politische System und die wirtschaftlichen Schwächen führten zu einer Zunehmenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die nach einer friedlichen Revolution im Fall der Berliner-Mauer am 9. November 1989, gipfelte. Mit ihm kam das Ende der DDR und der Beginn der deutschen Wiedervereinigung.

Ostdeutschland heute

Der Osten des Landes hat die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unter denen er während der von Kommunismus geprägte Zeit litt, noch nicht überwunden. Die beiden Teile Deutschlands unterscheiden sich nach wie vor wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch. Die Wiedervereinigung bescherte den Menschen in Ostdeutschland zwar viele Verbesserungen im Alltagsleben. So sind politische Unterdrückung und Bespitzelung kein Thema mehr. Doch das Ziel, den Osten zu einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsregion zu machen, sind erst zum Teil erreicht. Die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West wird noch länger andauern. 

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