Affe entführt Baby in Indien: Das Kind soll tot sein

Affe entführt Baby in Indien: Das Kind soll tot sein

In Indien sucht die Polizei nach einem Affen, der ein Baby verschleppt haben soll! Die Geschichte klingt unglaublich, doch die örtlichen Behörden sind bereits dabei, den Schuldigen ausfindig zu machen.

Aus Indien wurde uns ein mehr als skurriler Vorfall gemeldet: Eine Frau hat einen Affen beschuldigt, ihr Baby entführt zu haben. Der Affe schnappte sich das Baby vor ihren Augen und verschwand damit, ohne dass sie es verhindern konnte. Jetzt suchen die Sicherheitsbeamten von Orissa, der Stadt, in der sich der Vorfall ereignet hat, nach dem vermeintlich schuldigen Tier.  

Der kleine Junge wurde inzwischen leblos in einem Brunnen der Familie aufgefunden. Die Ärzte konnten keinerlei Spuren äußerlicher Gewalt feststellen. Allen Anscheins nach ist das Baby ertrunken. Eine Autopsie des Babys soll jedoch die genauen Umstände und die Todesursache des Babys jetzt klären.

Affen, v.a. Makaken, können gewalttätig werden

Es ist allgemein bekannt, dass Affen diebisch und gern gewalttätig sind. Vor allem in Ländern, wie Indien und Indonesien, wo der Lebensraum der Affen ständig schrumpft und die Tiere sich anderswo ihre Nahrung suchen müssen. Es kommt dort immer häufiger vor, dass die Tiere – meistens Makaken – in die Behausungen der Menschen eindringen und alles mitnehmen, was ihnen attraktiv erscheint.

Affen-Angriffe auf Bali 

Auf Bali, mit seinen paradiesischen Stränden und seinem kristallklaren Wasser, kommt es oft vor, dass Affen Touristen bestehlen. Die Tiere schrecken vor nichts zurück, um an Nahrung zu kommen. Sie haben gelernt, dass sie die Touristen beklauen und das Diebesgut danach gegen Essen einlösen können. Sie springen über die Köpfe der Menschen hinweg und erhaschen, was sie nur können: Hüte, Sonnenbrillen, Handys und sogar Geldscheine. Was auch immer sich gegen etwas Essbares eintauschen lässt.

Was klauen Affen? 

Da Lustige daran ist, dass die Primaten sich nicht unbedingt mit nur wenig zufriedengeben. Wenn sich ein paar Affen auch schon mit einer Banane begnügen, gibt es doch den einen oder anderen, der genau weiß, was er will, an Obst, Süßigkeiten oder was auch immer. Der niederländische Zoologe, Verhaltensforscher und Primatologe Frans de Waal hat entdeckt, dass Kapuzineraffen in der Lage sind, den Wert, der ihnen angebotenen Dinge zu erkennen und einzuschätzen. Sie sind zu Tauschgeschäften und Handel mit anderen Spezies fähig. Sie merken, wenn ihnen etwas Geringfügigeres angeboten wird und werden dann auch böse. Man könnte diese Manieren fast schon mit Erpressung und der Forderung von Lösegeld vergleichen.

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Belgische Verhaltensforscher der Universität von Lüttich haben herausgefunden, dass die Affen dieses Wissen weitergeben und voneinander lernen. Von Generation zu Generation und von Gruppe zu Gruppe. Sie kamen zu diesem Schluss, nachdem sie das Verhalten von Uluwatu-Makaken in Indonesien untersucht hatten. Sie haben sich dafür mit mehr als 200 Raubzügen dieser Tiere beschäftigt.  

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