Paviane wollen aus Labor fliehen und sind mit allen Wassern gewaschen!

Paviane wollen aus Labor fliehen und sind mit allen Wassern gewaschen!

Kürzlich ist in einem biomedizinischen Forschungszentrum in Texas ein Unglaubliches passiert: Drei seiner Bewohner sind entkommen! Und dabei handelte es sich nicht um irgendwelche Bewohner, sondern um Paviane. Mithilfe von Fässern, die sie aufeinandergestapelt hatten, konnten die Affen die Mauer überwinden, die das Gebäude umgab. Sie sind anschließend in den Straßen der Stadt umher geirrt. Ihr Abenteuer endete jedoch schnell, keiner von ihnen wurde verletzt.

Wie schlau Affen sind, wurde erst vor Kurzem wieder in den USA klar, wo sich ein erstaunliches Ereignis zutrug. Wissenschaftler eines biomedizinischen Forschungszentrums haben drei ihrer "Bewohner" - Paviane - bei ihrer genialen Flucht erwischt.

Im Texas Biomedical Research Institute (TBRI) in San Antonio werden ca. 1.100 Paviane gehalten. Damit das Leben der Tiere nicht allzu trist ist, geben ihnen die Pfleger 200-Liter-Fässer ins Gehege, die im Inneren Nahrung enthalten, die aus den Fässern fallen, sobald die Affen diese zum Rollen bringen.

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Doch kürzlich verwendeten die Paviane die blauen Tonnen zu ganz anderen Zwecken. Sie nutzen die Fässer nicht zum Verstecken, sondern stapelten die Fässer so, dass sie eine Art Gerüst ergaben, das hoch genug war, um die das Institut umgebende Mauer zu überwinden, die vor etwa 35 Jahren errichtet wurde.

Drei freche Affen

Als die vier Flüchtenden auf der Mauer angelangt waren, trennten sich ihre Wege. Einer von ihnen, der nicht ganz so kühn war, entschied nach einem Zögern, ins Innere des Geheges zurückzukehren. Seine drei Artgenossen jedoch haben mit Leichtigkeit auch die zweite Mauer überwunden und somit die Freiheit erreicht.

Daraufhin folgte eine lange "Irrfahrt" auf den örtlichen Straßen vor den verblüfften Augen von Autofahrern und Passanten.

"Es war haarig, es war braun und eher groß", erinnert sich eine Anwohnerin bei einem Interview von KSAT News. Die Zeugin Jannelle Bouton erzählt weiter: "Man kann schon sagen, dass die Mitarbeiter des Instituts Panik schoben, weil sie nicht wollten, dass er sich verletzt, da sie ihr Bestes gaben, um ihn unter Quarantäne zu stellen, doch bei dieser Tiergattung war kein wirklicher Wille da."

Die Paviane kehren zurück

Doch die Geduld der Pfleger hat sich am Ende glücklicherweise ausgezahlt. Nach einer 20-minütigen Verfolgung konnte das Team die drei Flüchtenden endlich einfangen. Glücklicherweise konnten die Verantwortlichen von TBRI am Ende bekannt geben, dass sich keiner der Affen verletzt hatte. Die Wissenschaftler antworteten am Ende auch auf die Fragen der Zeugen. 

Einige Bewohner rätselten über die Masken, die die Affen bei ihrer Flucht trugen, da sie die Befürchtung hegten, dass den Affen die Schutzmasken wegen Ansteckungsgefahr angelegt wurden. Die Masken dienten aber letztendlich dazu, die Paviane selbst vor menschlichen Krankheiten zu schützen. Außerdem war keiner der Affen zu Forschungszwecken eingesetzt worden.

So drollig die Geschichte auch klingen mag, das Affen-Abenteuer bestärkt die Gegner von Tierversuchen in ihrem Kampf um das Ende der Praktiken. Sie sind der Meinung, dass die Paviane es verdient hätten, ihre Freiheit endgültig wieder zu haben, um dem Leiden zu entgehen.

"Das bricht mir das Herz", schreibt Eugene Gu, Chirurg. "Sie haben ihre Freiheit gewonnen. Bringt sie doch in eine Auffangstation. Einige Tiere sind einfach zu sensibel für so etwas", fährt der Twitter-User fort. Die drei Paviane haben auf jeden Fall gezeigt, wie unglaublich genial und intelligent sie sind. 

• Dimitrij Wolf
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