Beamtin beklagt sich: „Bekomme 2900 Euro im Monat fürs Nichtstun!“
Beamtin beklagt sich: „Bekomme 2900 Euro im Monat fürs Nichtstun!“
Beamtin beklagt sich: „Bekomme 2900 Euro im Monat fürs Nichtstun!“
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Beamtin beklagt sich: „Bekomme 2900 Euro im Monat fürs Nichtstun!“

Seit über 15 Jahren sitzt die belgische Beamtin Dominique Detry ihre Tage in einer Bibliothek ab. Dort gibt es für sie absolut nichts zu tun. Und trotzdem bekommt sie einen stolzen Monatslohn von 2.900 Euro - fürs Faulenzen. Das sorgt für Polemik!

Im Jahr 2000 wird die Beamtin Dominique Detry an die Verwaltungsbibliothek der belgischen Provinz Namur versetzt. Aber Arbeit gibt es für sie dort nicht. Von diesem Moment an ist sie unbeschäftigt. „Als Beamtin habe ich zwar keine Beschäftigung, doch menschlich unterstütze ich mehr und mehr Kollegen, die an ihrem Arbeitsplatz gemobbt werden. Ich habe fünf Jahre gebraucht, um mich an diese Situation zu gewöhnen“, erklärt Dominique Detry. Denn anders als erwartet genießt die Beamtin nicht etwa die fehlende Arbeit. Das Gefühl, nutzlos zu sein, stürzt sie in die Depression. Damit bestätigt Detry einmal mehr die Annahme, dass immer mehr psychische Erkrankungen durch den Job entstehen - auch wenn ihre Geschichte sicherlich einzigartig ist.

„Ich habe mich erniedrigt gefühlt“

Die Belgierin denkt in ihrer Verzweiflung sogar an Selbstmord. Für ihr „Nichtstun“ erhält sie immerhin stolze 2.900 Euro im Monat. „Mein Gehalt ist beneidenswert, das gebe ich zu. Doch die Scham, seit mehr als 15 Jahren im öffentlichen Dienst für Untätigkeit bezahlt zu werden, ist unermesslich. Ich habe mich all die Jahre erniedrigt gefühlt. Das ist nicht leicht zu ertragen. Mittlerweile kann ich aber besser damit umgehen.“

Wegen ihrer Familie will sie nicht kündigen

Eine Journalistin fragt sie, ob sie denn nie an Kündigung gedacht habe. Darauf antwortet die Betroffene: „Ich bin Familienoberhaupt und habe eine Familie zu ernähren. Wer gemobbt wird, hat keine Kraft, keine Energie und kein Selbstvertrauen mehr. Selbst der Fotokopierer scheint gegen dich zu sein.“ Die Journalistin überzeugt diese Antwort aber nicht. Ist die Verantwortung dafür nicht erst einmal im öffentlichen Dienst zu suchen? Diese Situation ist unglaublich“, kommentiert sie. Damit ergeht es der Beamtin Detry ähnlich wie einem Spanier, der so wenig zu tun hatte, dass er sechs Jahre lang gar nicht in die Arbeit ging - und das wurde nicht einmal bemerkt.

Von der Redaktion

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