Rechts überholen? Neue Regel empört viele Autofahrer
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Rechts überholen? Neue Regel empört viele Autofahrer

Viele Autofahrer sind empört über ein neues Gesetz in der Schweiz. Mit diesem Gesetz wollen die Eidgenossen das Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen und Nationalstraßen erlauben. 

Bislang war es in der Schweiz grundsätzlich verboten, rechts an anderen Autos vorbeizufahren. Dies soll sich mit der Neuregelung ändern. Demnach wird das Rechtsvorbeifahren unter bestimmten Umständen erlaubt sein.

Bedingung ist, dass die linke Wagenkolonne langsamer und dichter ist als der Verkehr auf der eigenen (rechten) Spur. Rechtüberholen hingegen bleibt wie bisher verboten. Und genau hieran erhitzen sich die Gemüter der Eidgenossen. Denn nicht immer ist die Trennlinie zwischen Überholen und Vorbeifahren klar.

Grundsätzlich gilt: Wer die Spur wechselt, um an einem anderen Auto vorbeizufahren, der überholt. Im Video seht ihr ein paar typische Szenen: Darunter sind auch Autofahrer, die in vollem Tempo rechts an einem anderen Wagen vorbeiziehen. Hier ist die Sachlage eindeutig: Sie überholen rechts – ein Manöver, das nach alten und neuen Regeln verboten bleibt. Übrigens auch in Deutschland.

Doch welches Ziel verfolgt die Schweiz mit der umstrittenen Änderung? Sie will den Verkehrsfluss verbessern. Schätzungen zufolge soll das Rechtsvorbeifahren die Straßenkapazität um 5 bis 10 Prozent erhöhen. Ob sich dies in der Praxis bestätigt, bleibt abzuwarten.

Von Dimitrij Wolf
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