Nach Ohrfeige bei Taufe: Jetzt spricht der Priester und erklärt sich!

Ein privat gefilmtes Video von einer Taufe in Frankreich sorgt momentan für große Diskussionen. Es ist ein Priester zu sehen, der ein schreiendes Kleinkind mit zweifelhaften Methoden zum Schweigen bringen will. Nachdem ein paar Tage lang unklar war, wo das Video entstanden ist und um welchen Geistlichen es sich handelt, kommen nun neue Details ans Licht.

Nach Ohrfeige bei Taufe: Jetzt spricht der Priester und erklärt sich!
Weiterlesen
Weiterlesen

Ein schreiendes Kind, das getauft werden soll, und ein Priester, der die Nerven verliert: Ein 40 Sekunden langes Youtube-Video geht über die Grenzen Frankreichs hinaus viral und sorgt für Wut, Empörung und Unverständnis.

Priester verharmlost seine Ohrfeige

Im Laufe einer Taufmesse in der französischen Diözese Meaux ohrfeigt ein Geistlicher ein zweieinhalb Jahre altes Kind, das nicht aufhört zu schreien. Der 89-Jährige erklärt France Info gegenüber, dass es sich nicht um eine Ohrfeige handelt, sondern um einen zärtlichen Klaps. Er gesteht dabei ein, dass seine Beruhigungsversuche nicht sehr erfolgreich waren. Seiner Erinnerung nach verlief die Messe ohne Probleme, jedoch habe das Kind angefangen zu Schreien, als es mit Wasser getauft werden sollte. Kinder so früh wie möglich getauft werden, wenn sie sich des Aktes noch nicht bewusst seien, zweieinhalb Jahre sei ein ziemlich ungeeignetes Alter für eine solche Zeremonie.

Diözese zieht Konsequezen

Nach Ansicht der Diözese Meaux habe der 89-Jährige die Nerven verloren. Sein Verhalten sei zwei verständlich, schließlich handle es sich bei einer Taufe um eine lange Messe mit vielen Beteiligten. Allerdings sei die Ohrfeige keinesfalls entschuldbar. Daher habe der Erzbischof von Meaux Nahmias entschieden, dass der Priester vorsorglich keine Taufen oder Hochzeiten mehr leiten darf. Wie die Eltern des Kindes reagieren, ist bislang noch unklar. Während der Messe waren sie ziemlich konsterniert vom Verhalten des Geistlichen. Einige Quellen sprechen von einer Anzeige, andere erwähnen ein bevorstehendes, klärendes Gespräch zwischen der Mutter und des Geistlichen in den kommenden Tagen.