Ein Mann findet ein sterbendes Bärenbaby im Regen: Dann trifft er eine waghalsige Entscheidung

Ein Mann findet ein sterbendes Bärenbaby im Regen: Dann trifft er eine waghalsige Entscheidung

Als Wanderer Corey Hancock ein Bärenbaby findet, ist es schon halb tot. Obwohl er weiß, dass seine Mutter noch in der Nähe sein könnte, pirscht er sich an das durchnässte Lebewesen heran.

Auf seiner Facebook-Seite schreibt Hancock, dass es sehr riskant ist, ein Bären-Baby in freier Natur einfach mitzunehmen. Es hätte ihn sein Leben kosten können. Corey wagt das Unterfangen trotzdem.

Allen Mut zusammengenommen

Als erfahrener Wanderer weiß er, dass ein erwachsener Braunbär einen Menschen bis zu 500 Meter weit riechen kann. Als er sich entschhließt, das vom Regen völlig durchnässte Bärenkind mitzunehmen und mit ihm zwei Kilometer bis zu seinem Auto zu rennen, ist ihm etwas mulmig zumute.

Hancock wandert im Elkhorn-Gebirge von Oregon, als ihm am Wegesrand etwas auffällt, das wie ein Bären-Junges aussieht. Er beobachtet das Tier zunächst von Weitem und erkannt, dass es flach atmet und kurz davor ist, sein Leben endgültig auszuhauchen.

"Ich dachte an meinen eigenen Jungen zu Hause. Der Bär sah so sehr aus wie ein Säugling. Wollte ich nur dastehen und zusehen, wie er im Regen stirbt? Nein! Ich musste etwas tun", schreibt Hancock auf seiner Facebook-Seite.

Zweifaches Happy End

Er wickelt das Bärenkind in sein Hemd und fährt mit ihm zum Turtle Ridge Wildlife Center, wo die Mitarbeiter beschließen, das Bärenbaby aufzunehmen. Sie nennen es "Elkhorn" - nach der Stelle, an der Hancock es gefunden hat. Die Mitarbeiter schaffen es, das Baby wiederzubeleben und zu stabilisieren.

Dennoch ist es nicht ratsam, ein wildes Tier einfach so aus seiner Umgebung zu reißen, wie eine Sprecherin von ODFW erklärt: "Wir raten dazu, niemals davon auszugehen, dass ein junges Tier verwaist ist, es sei denn, sie sahen die Mutter sterben. Es ist üblich, dass junge Tiere vorübergehend in der Wildnis allein gelassen werden."

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Auch wenn Hancock aus diesem Grund mit einer Strafe von bis zu 6.000 Dollar oder einem Jahr Gefängnis hätte belangt werden können, entscheidet die Polizei aufgrund der Umstände, dass er nicht angeklagt werden soll.

Hancock selbst schreibt auf Facebook: "Meine Hoffnung ist nur, dass Elkhorn überlebt und sich wohl fühlt... irgendwo unter uns. Am liebsten an einem Ort, wo er reichlich Lebenserfahrung sammeln kann. Und - ich würde es wieder tun. Ich wette, die meisten von euch auch." Um ehrlich zu sein, sind wir uns da nicht so sicher: Es gibt Menschen, die ihren Hund aus einem brennenden Haus retten oder Leute, die Kaninchen retten möchten. Vor einem Bären haben die meisten sicherlich zu viel Respekt. Toll, dass es Leute wie Corey Hancock gibt, die es schaffen, ihre Angst für den Moment zu vergessen und so Leben retten.

Simone Haug
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