Mädchen mit Down-Syndrom schlägt neuen Schwerbehindertenausweis vor
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Mädchen mit Down-Syndrom schlägt neuen Schwerbehindertenausweis vor

Eine 15-jährige Schülerin aus Schleswig-Holstein stört sich an ihrem „Schwerbehindertenausweis“, also benennt sie ihn kurzerhand um - ihr Vorschlag sorgt bundesweit für Furore.

Die 15-jährige Hannah Kiesbye hat das Down-Syndrom - doch unterkriegen lässt sich das lebensfrohe Mädchen deshalb nicht. Im Gegenteil - Hannah hat jetzt eine Idee, die die Bundesvereinigung Lebenshilfe aufgegriffen hat.

Ist der Ausdruck „schwerbehindert“ erniedrigend?

Auf einem selbstgeschriebenen Zettel hat Hannah aufgeschrieben, warum sie sich für die Umbenennung ihres Schwerbehindertenausweises einsetzt. Diese Erklärung las die Schülerin am Dienstag auf einer Pressekonferenz im niedersächsischen Sozialministerium selbst vor: „Ich finde Schwerbehindertenausweis ist nicht der richtige Name für meinen Ausweis. Ich möchte lieber das der Schwer in Ordnung Ausweis genannt wird."

Ein Vorschlag, der bundesweit für Furore sorgt

Hannas Idee blieb nicht ungehört: In Brandenburg, Hamburg und Rheinland-Pfalz gibt es bereits Hüllen mit der Aufschrift „Schwer-in-Ordnung-Ausweis" - auch Niedersachsen gefiel die Idee und das Bundesland rief Menschen mit Behinderung dazu auf, einen besseren Namen für den Schwerbehindertenausweis zu finden. Carolin Lutter (28) aus Hespe im Landkreis Schaumburg bekam als einer der ersten ihren „Schwer-in-Ordnung-Ausweis". Lutter erklärt treffend: „Jeder von uns ist doch wertvoll - das ist in dem Namen gut ausgedrückt.“

Eine weitere wunderbare Geschichte: Vier argentinische Männer, die an Trisomie 21 leiden, gründen ihr eigenes Start-up.


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