Cloaking: Diese Art, den anderen abzuservieren, ist noch verletzender als Ghosting

Cloaking: Diese Art, den anderen abzuservieren, ist noch verletzender als Ghosting

Beim Dating und in der Dating-Welt tauchen immer wieder neue Begriffe für neue Verhaltensweisen und Unsitten auf. Was 'Ghosting' ist, wissen wir inzwischen alle: Das unschöne Verhalten, einfach nichts mehr von sich hören zu lassen und kein Lebenszeichen mehr von sich zu geben. Doch es geht noch fieser und noch verletzender - mit dem 'Cloaking'

Auf der Webseite Mashable beschreibt Autorin Rachel Thompson ihre letzte traurige Dating-Erfahrung als „echt traumatisierend“. Sie geht sogar so weit, einen neuen Begriff dafür einzuführen und nennt die schockierende Verhaltensweise 'Cloaking'. Für sie ist 'Cloaking' noch viel verstörender, verletzender und gemeiner als 'Ghosting'…  

Vom 'Ghosting' zum 'Cloaking'

Doch kommen wir vielleicht noch einmal kurz auf die Definition dieser Anglizismen zurück. Mit 'Ghosting' bezeichnen wir die fiese und feige Art, eine Beziehung zu beenden, indem der Partner einfach im Ungewissen gelassen wird und kein Lebenszeichen mehr bekommt. Der Ghost lässt eben nichts mehr von sich hören… und verschwindet auf Nimmerwiedersehen aus dem Leben seines Dating-Partners. Charlize Theron soll ihre Beziehung mit Sean Penn so beendet haben… Was nur beweist, dass auch Prominente nicht anders reagieren als du und ich und im Grunde genommen auch einfach nur ganz normale Menschen sind.

Doch während 'Ghosting' für den Dating-Partner schon schwer zu verdauen ist, ist die neue Unsitte des 'Cloakings' noch respektloser und noch schwerer zu ertragen. Beim fiesen 'Cloaking' verschwindet der Partner nicht nur von der Bildflächen ohne ein Lebenszeichen von sich zu geben, sondern sperrt den anderen dazu noch auf sämtlichen Social-Media-Apps, auf denen er bisher mit ihm kommuniziert hat. Auf einmal und wie aus heiterem Himmel sind sämtliche Kommunikationskanäle blockiert. Die Person ist schlicht und einfach nicht mehr erreichbar.

Rachel Thompson berichtet im Detail von ihrer unerfreulichen Dating-Erfahrung. Sie hat auf Hinge einen jungen Mann kennengelernt. Den Informationen und Kommentaren auf Hinge nach zu schließen, einen netten jungen Mann, mit dem sie viele Gemeinsamkeiten zu haben scheint. Die beiden beginnen, sich heißere Nachrichten zu schreiben und vereinbaren ein erstes Treffen…

Am Vorabend ihres vereinbarten Treffens schickt ihm Rachel noch ihre Mobilnummer, damit sie sich am nächsten Tag nicht verpassen. Sie plaudern, machen einen Treffpunkt aus und vereinbaren sogar, in welchem Restaurant sie den Abend zusammen verbringen wollen.

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Vor ihrem Date schickt Rachel dem jungen Mann von ihrem Arbeitsplatz aus noch schnell eine Nachricht auf WhatsApp. Doch die Nachricht erreicht ihren Empfänger nicht. Rachel geht trotzdem zum vereinbarten Treffpunkt und versucht noch einmal, Kontakt mit ihm herzustellen. Diesmal per SMS. Doch auch diesmal nicht die geringste Reaktion seinerseits. Da geht Rachel auf Hinge, die Webseite auf der sie den jungen Mann kennengelernt hat, und muss feststellen, dass ihre gesamte Konversation mit ihm gelöscht ist! 

Rachel Thompson fühlt sich ungemein frustriert, gedemütigt, fühlt Wut in sich aufsteigen. Eine Wut, die sie ihm nicht einmal kommunizieren kann. Sie würde ihm gern die Meinung sagen. So kann man doch nicht mit Menschen umgehen! Sie schickt ihm noch eine Nachricht auf Facebook… Doch letzten Endes nur noch eine Nachricht, die er nie gelesen hat und nie lesen wird. 

Zoe Klaus
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