Ein Blauwal strandet und das Verhalten der Schaulustigen sorgt weltweit für Empörung

Ein Blauwal strandet und das Verhalten der Schaulustigen sorgt weltweit für Empörung

In Chile ist ein 20 Meter langer Blauwal gestrandet. Was die Schaulustigen mit dem Körper des toten Tieres veranstalten, sorgt in den sozialen Netzwerken für Empörung. 

Der Vorfall ereignete sich an einem Strand, der etwa 180 Kilometer von der Stadt Punta Arenas in der Provinz Magallanes entfernt ist. 

Respektloses Verhalten

Für Fotos turnten zwei Frauen auf dem toten Tier herum, posierten, und ritzten Botschaften und Initialen in die Haut des Wales. Nach Berichten soll es sich vorwiegend um Touristen gehandelt haben. Fassungslos berichten Zeugen, wie respektlos mit dem Kadaver des toten Tieres umgegangen wurde. Am Schluss luden sie die Fotos der Aktion in den sozialen Netzwerken hoch. Doch die negativen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Kommentatoren reagieren empört und fassungslos

„Wir verlieren den Respekt und die Empathie für alles“, kommentiert etwa Carmen Gonzalez Escanilla laut der Daily Mail. Xieman Hernandez ergänzte: „Wie würden es diese Menschen finden, wenn das jemand mit ihrem Körper macht? Sie respektieren gar nichts.“ Der Nationale Fischerei- und Aquakulturdienst (Sernapesca) zitierte in seinem Tweet einen Satz von Mahatma Gandhi: „Die Größe und den moralischen Fortschitt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“ 

Rechtliche Schritte werden geprüft

Als das Team von Meeresbiologen am Ort des Geschehens ankam, war der Blauwal schon tot gewesen. Aktuell wird untersucht, ob er bereits tot angespült wurde. Sernapesca-Direktor Patricio Díaz prangerte das respektlose Verhalten an und erklärte, dass derzeit geprüft werde, welche rechtlichen Schritte dagegen unternommen werden könnten. 

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Leider kein Einzelfall

Leider kommen Misshandlungen mit Meerestieren immer häufiger vor. In Florida etwa hatte ein Tourist mit einem gestrandeten Hai so lange Fotos gemacht, bis dieser schließlich um sein Leben rang. In Spanien musste ein Delfinbaby sein Leben lassen, weil Urlauber es aus dem Wasser gehoben und Selfies mit ihm gemacht hatten. Und auch das Model Viktoria Varga posierte kürzlich auf Instagram stolz mit Seesternen - ein Todesurteil für die Tiere, die nur im Wasser überleben können.  

Instagram reagiert

Bei manchen Hashtags wie beispielsweise #koalaselfie oder #elephantriding werden bereits Warnhinweise angezeigt. Dass das jedoch bisher leider nicht genug ist, zeigen die oben genannten Beispiele traurigerweise nur allzu deutlich.

• Fred Eilig
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