Check Your Privilege: Die Challenge, die Diskriminierung gnadenlos offenbart
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Check Your Privilege: Die Challenge, die Diskriminierung gnadenlos offenbart

Alltagsrassismus wird von denen, die ihn nicht erfahren, oft kaum wahrgenommen. Die Check-Your-Privilege-Challenge (s. Video) macht ihn sichtbar.

Die Challenge zur Black-Lives-Matter-Bewegung hört auf den Namen Check Your Privilege. Ihren Ausgangspunkt nahm sie mit den viralen Posts von @bigmammaofficial auf TikTok und Instagram.

So funktioniert die Check-Your-Privilege-Challenge

Die Idee ist derart erfolgreich, dass sie auf dem gesamten Globus Nachahmer findet. Auch wir haben in unserem Studio Menschen für die Challenge zusammengesucht (s. Video). Das Ergebnis ist jedes Mal ebenso eindeutig wie erschreckend und traurig.

Das Prinzip der Check-Your-Privilege-Challenge ist einfach. Die teilnehmende Person spreizt alle zehn Finger und beantwortet, ob sie eine bestimmte Situation bereits erlebt hat. Falls ja, klappt ein Finger herunter.

Je mehr Finger am Ende der Fragerunde noch stehen, desto mehr "Privilegien" genießt die Person. Und andersherum: Je weniger Finger noch oben sind, desto mehr Alltagsdiskriminierungen erfährt sie.

Der Fragenkatalog von Check Your Privilege

  • Senke einen Finger, wenn du schon einmal rassistisch beleidigt worden bist
  • Senke einen Finger, wenn du dich schon einmal vor der Polizei gefürchtet hast
  • Senke einen Finger, wenn du im Lebenslauf dein Foto weglässt, um nicht benachteiligt zu werden
  • Senke einen Finger, wenn du schon einmal von einem Ladendetektiv verfolgt worden bist
  • Senke einen Finger, wenn sich schon einmal jemand in der Bahn nicht neben dich setzen wollte
  • Senke einen Finger, wenn schon einmal jemand seine Tasche an sich gedrückt hat, als er oder sie an dir vorbeigelaufen ist
  • Senke einen Finger, wenn du nie ohne Ausweis aus dem Haus gehst
  • Senke einen Finger, wenn du in deinem Leben mehr als einmal polizeilich kontrolliert worden bist
  • Senke einen Finger, wenn du schon einmal in einem Club abgewiesen worden bist
  • Senke einen Finger, wenn man dich regelmäßig danach fragt, woher du kommst

Natürlich gibt es auch Varianten mit anderen Fragen. Doch das Ergebnis ist jedes Mal ähnlich – und jedes Mal erschreckend. Schau dir unser Video an und beantworte die Fragen dabei doch auch gleich selbst.

Von Fred Eilig

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