Entsetzen über China: Diese Straftat ist dort nun legal!
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Entsetzen über China: Diese Straftat ist dort nun legal!

Dass sich China in vielen Bereichen wesentlich von den Gesetzen, Bräuchen und Traditionen Europas unterscheidet, ist nichts Neues. Doch eine Gesetzesänderung in dem Land sorgt nun für einen großen Aufschrei: Was bisher als Straftat galt, ist nun legal!

Tierschützer weltweit sind schockiert: China legalisiert den Handel mit Tigerknochen und Nashorn-Hörnern! Nun war China noch nie für seine Tierfreundlichkeit bekannt, doch dieser neue Schritt könnte die Wilderei wieder erstarken lassen. Und die Situation der betroffenen Tiere ist schon heute dramatisch: Bis in zehn Jahren wird es keine Nashörner mehr auf der Welt geben. Und das Schicksal der Tiger sieht auch nicht besser aus.

Ein empörender Beschluss

Am 29. Oktober hat China seinen Beschluss bekannt gegeben, den Handel von Nashorn-Hörnern und Tigerknochen zu therapeutischen Zwecken zu legalisieren. Nach Ansicht des Reichs der Mitte kein Grund zur Beunruhigung. Es sollen nur tierische Produkte von gezüchteten Tieren kommerzialisiert und verwendet werden dürfen.

Tierschutz- und Artenschutzorganisationen weltweit halten diese Einschränkung für lächerlich. Sie argumentieren, dass die Herkunft von den zu Heilzwecken verwendeten Nashorn- oder Tigerknochenpulver nicht kontrollierbar oder nachweisbar ist.

Jagd und Wilderei werden enorm zunehmen

Der chinesische Beschluss wird von Tierschutzorganisationen wie dem World Wildlife Fund (WWF) zu Recht als extrem besorgniserregend eingestuft. Es ist extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, die Herkunft von Knochen- oder Hörnermehl genau zu bestimmen und mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, ob es von einem Knochen oder Horn eines Zuchttiers oder aus der Natur kommt. Die Lockerung des Gesetzes lässt demnach befürchten, dass Jagd und Wilderei auf Tiger und Nashörner wieder massiv zunehmen.

Erinnern wir an dieser Stelle doch noch einmal daran, dass sämtliche Tiger- und Nashornarten vom Aussterben bedroht sind und geschützt werden müssen. Leigh Henry, Leiterin der Wildtierpolitik beim WWF, schreibt im National Geographic-Magazin: „Der WWF hat China inständig darum gebeten, das Verbot des Tigerknochen- und Nashorn-Hörner-Handels aufrechtzuerhalten und wenn möglich auf den Handel sämtlicher Nashorn- und Tigerderivate bzw. Teile auszuweiten. Das Verbot spielt eine entscheidende Rolle in der Erhaltung der bedrohten Tierarten.“

Ein enormer Rückschlag für den Artenschutz

Dabei hat es in den letzten Jahren doch so ausgesehen, als würde sich die chinesische Regierung (zumindest offiziell) für den Artenschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzten. Export und Import von Produkten von vom Aussterben bedrohten Tierarten sind in China schon seit 25 Jahren verboten.

Der Weltverband der chinesischen Medizingesellschaften (WFCMS) hat seinerseits sogar Nashornhorn und Tigerknochen von der Liste anerkannter chinesischer Heilmittel entfernen lassen. Und seit Ende 2017 ist in China der Handel mit Elfenbein und Elfenbeinprodukten verboten, um zum Schutz der Elefanten beizutragen. Der Beschluss, nun den Handel mit Tigerknochen und Nashorn-Hörnern wieder zu lockern, ist ein enormer Rückschlag und stellt die Artenschutzpolitik des Reiches der Mitte bedauerlicherweise wieder in Frage.

Finanzielle Interessen im Vordergrund

Debbie Banks, die Leiterin der Tigerschutzkampagne der Tier- und Umweltschutzorganisation EIA (Environmental Investigation Agency) argumentiert: „Der Ruf einer führenden Nation in Sachen Artenschutz, den sich China mit seinem Elfenbeinhandelsverbot verdient gemacht hat, ist jetzt wieder dahin. Chinas derzeitiger Beschluss gefährdet die in freier Wildbahn lebenden Tiger und stellt ihre Überlebenschancen in Frage, weil er die Nachfrage nach ihren Körperteilen wieder anheizt. Eine grobe Missachtung der öffentlichen Meinung weltweit!“

Doch wie lässt sich diese empörende Entscheidung Chinas erklären? Wie so oft stehen auch hier wieder einmal finanzielle Interessen im Vordergrund. Leigh Henry erklärt: „Wir beobachten die Entwicklung der Tigerfarmen in China schon seit langem mit wachsender Sorge. Haltung und Pflege der Tiger in diesen Farmen sind extrem kostspielig. Mit den steigenden Kosten wurde auch der Druck auf die chinesische Regierung, den Handel von Tigerknochen zu legalisieren, zunehmend größer. Den jetzigen Beschluss der chinesischen Regierung haben wir schon seit mehr als zehn Jahren befürchtet."

Von der Redaktion

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