Ungarn boykottiert Pro-LGBT-Kampagne: Die Reaktion von Coca Cola macht sprachlos

Ungarn boykottiert Pro-LGBT-Kampagne: Die Reaktion von Coca Cola macht sprachlos

Die ungarische Regierung und insbesondere die konservative Partei des Präsidenten Viktor Orban rufen dazu auf, die Pro-LGBT-Kampagne von Coca-Cola zu boykottieren, die die Liebe für alle fördert. Die Getränkemarke reagiert auf diese Polemik mit einer Pressemitteilung, die es in sich hat!

Das berühmte Sziget-Festival vor wenigen Tagen in Budapest stattgefunden und wurde zum Anlass genommen, um die ungarischen U-Bahn-Gänge und Straßen mit der neuen Pro-LGBT-Werbekampagne von Coca-Cola zu bedecken.

"Zero Zucker, Zero Vorurteile" 

Auf den Plakaten sieht man gleichgeschlechtliche Pärchen, die sich ein Coca-Cola teilen. Darunter der Slogan: „Zero Zucker, Zero Vorurteile“ Doch die Regierung hat etwas dagegen, wie die französische Presse, zum Beispiel der Courrier international schreibt.

Die konservativen Abgeordneten der Fidesz-Partei (der Partei Viktor Orbans) rufen nun zum Boykott der Pro-LGBT-Kampagne auf, da sie diese für „provokant“ halten. Der Boykott soll andauern, bis Coca-Cola die Kampagne zurückzieht.

Auch eine Petition wird ins Leben gerufen 

Zusätzlich zum Aufruf zum Boykott wurde eine Petition gestartet. Die Gruppe hinter der Petition empört sich über die über die Allgegenwart der Kampagne, die in der ganzen Stadt zu sehen und so eben auch jedem zugänglich sei:

„Die homosexuelle Werbung zieht sich durch alle Straßen der Stadt, sie ist an Orten, wo Kinder sie sehen können. Wir ersuchen den Budapester Bürgermeister höflichst, den Kindern und Familien in Budapest zur Seite zu stehen und die entsprechenden Maßnahmen zur Entfernung der Plakate zu treffen.“

Coca-Cola bleibt standhaft

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Die Marke Coca-Cola lässt sich allerdings von der Polemik in Ungarn nicht einschüchtern – ganz im Gegenteil. Sie veröffentlicht eine offizielle Pressemitteilung, um auf den Aufruf zum Boykott zu reagieren:

„Diese Kampagne wird von Plakaten in der ganzen Stadt begleitet. Die drei Werbesujets sind heterosexuelle und homosexuelle Pärchen, die Coca-Cola trinken. Wir wollen damit folgende Botschaft verbreiten: Wir sind davon überzeugt, dass alle das Recht haben zu lieben. Die Liebe, die empfunden wird, ist die gleiche (#loveislove).“

Diese Antwort wird auch auf den sozialen Netzwerken begrüßt, wo berühmte Persönlichkeiten Fotos mit einer Flasche Coca-Cola als Zeichen der Unterstützung hochgeladen haben. Im Video oben könnt ihr Bilder der Kampagne sehen!

Sarah Kirsch
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