Britische Coronavirus-Mutation: So gefährlich ist die neue Variante
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Britische Coronavirus-Mutation: So gefährlich ist die neue Variante

Von Maximilian Vogel

Wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock im Londoner Unterhaus erklärt, könnte für die hohen Fallzahlen unter anderem eine neue Variante des Virus verantwortlich sein.

In Südengland wurden 1.000 Fälle der neuen Virus-Variante nachgewiesen. Laut dem britischen Gesundheitsminister breite sich diese schneller aus als die bisherige Covid-19-Variante. Erst im November wurde bekannt, dass höchstwahrscheinlich eine Mutation die Pandemie ausgelöst hat.

Britische Mutation wird bereits anhand von Studien untersucht

Allerdings deutet dabei nichts darauf hin, dass diese Version gefährlicher sein könnte. Auch eine Sprecherin der WHO meldet sich daraufhin zu Wort, bestätigen Nachrichten aus England. Sie teilt außerdem mit, dass Studien bereits angelaufen seien. Epidemiologe Professor Timo Ulrichs erklärt gegenüber ntv:

Bisher weiß man relativ wenig. Es ist aber auch ein völlig natürlicher Vorgang, dass das Virus in Varianten auftritt und das wird natürlich genau von den Virologen weltweit nachverfolgt.

Die Vorgehensweise sei nun, das Virus-Genom zu untersuchen und herauszufinden, ob die Abweichungen massiv wären. Bisher sehe es aber nicht so aus: "Das Virus hat ja auch gar keinen Mutationsdruck, weil es sich weltweit sehr gut in der aktuellen Variante verbreiten kann," so Ulrichs weiter.

Wenn wir das nochmal mit dem vergleichen, was die Impfstoffe abdecken, dann können wir da eigentlich beruhigt sein, weil die produzierten Antikörper bei der Immunisierung dann alle diese Varianten gut abdecken und erfassen.
Impfstoff-Angleichungen sind zurzeit noch nicht notwendig, doch in Zukunft denkbar.  Sebastian Condrea@Getty Images

Mutationen und Impfstoffangleichungen liegen noch in der Zukunft

Weiter mahnt der Experte aber auch, sich über das langfristige Vorgehen so bald wie möglich klar werden zu müssen, da es durchaus im Bereich des Möglichen liege, dass größere Varianten des Virus auftreten können, wo man dann möglicherweise nachsteuern müsse, was die Impfstoffentwicklung angehe. Allerdings sei dies erst in ein paar Jahren der Fall und somit Zukunftsmusik, wie der Epidemiologe betont.

Im Augenblick sind wir mit diesen Varianten auf der sicheren Seite, was die Impfabdeckung angeht und es muss jetzt untersucht werden, ob sich eine Variante schneller ausbreiten kann oder nicht. Das ist etwas, das noch in Großbritannien untersucht werden muss.

Abschließend zeigt sich Ulrichs optimistisch. Denn schließlich sei Sars-CoV-2 ein pandemisches Virus und Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt bekämpfen global das Problem.


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