Corona-Studie: Thrombosegefahr bei mRNA-Impfstoffen fast genauso hoch wie bei AstraZeneca!
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Corona-Studie: Thrombosegefahr bei mRNA-Impfstoffen fast genauso hoch wie bei AstraZeneca!

Von Alma Feliz

Lange Zeit gilt AstraZeneca als das Vakzin mit dem angeschlagenem Image. Doch jetzt ziehen die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna plötzlich in Sachen Nebenwirkungen nach.

Auch wenn das Thromboserisiko bei der Pille deutlich höher ist, als nach einer Impfung mit AstraZeneca, hat das Vakzin noch immer mit dem angeschlagenen Image zu kämpfen.

Frauen scheinen zudem im Allgemeinen anfälliger für Nebenwirkungen nach der Impfung zu zeigen, so auch im Falle der Hirnvenenthrombose. Doch wie sich jetzt herausstellt, ist AstraZeneca mit dieser Nebenwirkung nicht allein.

Auch mRNA-Impfstoffe können Hirnvenenthrombosen auslösen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Oxford legt offen, dass nach Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna fast genauso viele Hirnvenenthrombosen auftreten, wie bei dem Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca.

Laut dieser Studie komme es in vier von einer Million Fällen nach einer Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna zu den gefährlichen Blutgerinnseln.

Daten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zufolge betrifft diese Nebenwirkung beim AstraZeneca-Wirkstoff fünf von einer Million Geimpften.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson wird hinsichtlich dessen derzeit noch untersucht. Die Wissenschaftler räumen ein, dass alle Vergleiche mit Vorsicht interpretiert werden müssten, weil derzeit noch Daten ausgewertet würden.

Die Universität Oxford, die den AstraZeneca-Impfstoff mitentwickelt hat, erklärt außerdem, dass grundsätzlich das Risiko einer Hirnvenenthrombose nach einer Covid-19-Infektion etwa um den Faktor 100 erhöht sei.

In 39 von einer Million Fällen sei es zu einem Blutgerinnsel gekommen. Dagegen sei das Thromboserisiko nach einer Impfung - unabhängig vom Impfstoff - deutlich geringer.

Unsicherheit bremst Impfkampagne auch in Deutschland

Die britischen Forscher fordern außerdem, dass ihre Studie berücksichtigt wird, "wenn es um das Gleichgewicht zwischen Risiko und Nutzen für die Impfung geht".

Des Weiteren solle untersucht werden, wie sowohl nach Covid-19-Infektionen, als auch nach Impfungen, eine Hirnvenenthrombose entstehen kann.

Auch die deutsche Impfkampagne wird von der Unsicherheit über den Zusammenhang zwischen Impfungen und Thrombosefällen gebremst. Derzeit wird AstraZeneca auf Empfehlung der STIKO hierzulande hauptsächlich bei über 60-Jährigen eingesetzt.

Ursprünglich sollte ab Mitte April auch das Vakzin von Johnson & Johnson verimpft werden. Allerdings hat der Hersteller seine Lieferung nach Europa nach sechs aufgetretenen Thrombosefällen infolge der Impfung vorerst ausgesetzt.


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