Neue Studie: Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall während der Erkrankung fast 8-mal höher!

Eine neue Studie aus Schweden deutet darauf hin, dass eine Erkrankung mit dem Coronavirus das Risiko auf einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt um bis zu 800 Prozent erhöhen kann.

Neue Studie: Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall während der Erkrankung fast 8-mal höher!
© Robina Weermeijer@Unsplash
Neue Studie: Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall während der Erkrankung fast 8-mal höher!

Das eine Covid-19-Erkrankung Langzeitschäden verursachen kann, die sich erst mit der Zeit bemerkbar machen, ist bereits seit einer ganzen Weile bekannt.

Ein schwedisches Forschungsteam veröffentlicht nun genauere Daten zu der Frage, wie hoch das Risiko auf einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt während und nach der Erkrankung ist.

Zwei Studien

Die Gruppe führt zwei verschiedene Studien durch, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die erste ist eine Kohortenstudie, bei der eine bestimmte Gruppe über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet wird.

Dabei wird beobachtet, wie viele Patient:innen tatsächlich erkranken. Außerdem gibt es eine Kontrollfgruppe aus über 348.000 Kontrollpersonen.

Die Studie bezieht alle schwedischen Covid-19-Fälle während der ersten sieben Monate der Pandemie ein, also um die 87.000 Patient:innen.

Eine selbstkontrollierte Fallserie bildet die zweite Studie. Dabei vergleichen die Forschenden verschiedene Zeitphasen derselben Patient:innen.

Welche Personen aufgrund von Herzinfarkten oder Schlaganfällen im Krankenhaus behandelt werden mussten, spielt bei der Interpretation der Ergebnisse die tragende Rolle.

Die Ergebnisse

Das renommierte Fachblatt The Lancet veröffentlicht die Studie und enthüllt unerwartete Ergebnisse. Demnach stellt der Zeitraum ab der Infektion bis zu vier Wochen danach die kritischste Phase dar.

Es zeigt sich jedoch, dass das Risiko für einen Herzinfarkt in der ersten Woche nach der Corona-Ansteckung 8,4-mal so hoch war, wie davor. In der zweiten Woche sank dieser Wert auf 2,5 und in der dritten und vierten Woche auf 1,6.

Auch die Wahrscheinlichkeit auf Schlaganfälle, die sich auf eine Durchblutungsstörung zurückführen lassen, sind in der ersten Woche nach der Infektion 6,2 mal höher.

In der zweiten Woche nur noch 2,9 mal und in der dritten und vierten Woche 2,1 mal höher, als normal. Diese Ergebnisse bestätigen sich unter Miteinbeziehung der Kontrollgruppe.