Wegen Thrombose-Fällen: USA stoppt weiteren Impfstoff

Eigentlich sollte der Impfstoff des amerikanischen Herstellers Johnson&Johnson auch in Deutschland bald zugelassen werden, doch nun stoppen die USA die Impfung mit dem amerikanischen Vakzin.

Wegen Thrombose-Fällen: USA stoppt weiteren Impfstoff
Weiterlesen
Weiterlesen

Nach der Impfstopp-Empfehlung der amerikanischen Gesundheitsämter für den Johnson&Johnson-Impfstoff wird dieser nun wegen zu hoher Thrombosegefahr auch in Südafrika ausgesetzt.

Eine Entscheidung, die auch für Europa nicht folgenlos bleibt. Um weitere Thrombose-Fälle zu vermeiden, wird der Impfstart der gerade erst in der EU eingetroffenen Vakzine nun verschoben.

Thrombose-Fälle nach Johnson&Johnson-Impfung

Nachdem die Verabreichung des Impfstoffs von AstraZeneca in mehreren Ländern pausiert worden ist, rückt nun auch der Impfstoff von Johnson & Johnson ins Visier der Gesundheitsbehörden.

Bei zahlreichen Covid-19-Patienten, die ihre erste Impfdosis von J&J erhalten haben, sind Thrombosen aufgetreten. Aus demselben Grund darf AstraZeneca nun nur noch an Über-60-Jährige verabreicht werden.

Aktuell untersucht die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA "sechs Fälle, in denen bei Personen, die den Impfstoff bekommen haben, schwere Blutgerinnsel aufgetreten sind".

Bis die Ergebnisse vorliegen, hat die amerikanische Gesundheitsbehörde beschlossen, Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers vorübergehend auszusetzen.

Bisher kein Zusammenhang

Bisher konnte kein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Thrombose-Fällen ermittelt werden. Nach der Erklärung der FDA gegenüber der Tageszeitung Capital, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Ergebnisse der Untersuchungen abzuwarten:

Wir konnten bisher noch keinen ursächlichen Zusammenhang zu dem Impfstoff feststellen und fahren mit unserer Untersuchung und Auswertung dieser Fälle fort. Wir halten die Öffentlichkeit auf dem Laufenden, sollten wir neue Erkenntnisse haben.

Johnson & Johnson bald auch in der EU

Keine gute Werbung für den amerikanischen Impfstoff, der in Kürze auch in der EU hätte eingesetzt werden sollen, doch zum Glück sind Experten der Sache bereits auf der Spur.

Hoffen wir, dass sich der Verdacht als falsch herausstellt, denn wir könnten einen weiteren Impfstoff hierzulande gut gebrauchen. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass Johnson & Johnson mit seinem Impfstoff Negativschlagzeilen macht.

Erst kürzlich musste des Unternehmen 15 Millionen Impfdosen entsorgen, weil sie wegen verwechselter Inhaltstoffe unbrauchbar waren. Der Vorfall wurde auf menschliches Versagen geschoben.