Grindr-App: Sensible Daten werden weitergegeben

Rund 3,6 Millionen Menschen weltweit nutzen die Dating-App Grindr. Sie richtet sich an Homosexuelle, die die große Liebe oder eine schnelle Nummer suchen. Wie jetzt bekannt wurde, bekommen zwei Firmen bekommen von Grindr einige Daten aus dem Profil des Nutzers, die dort freiwillig hinterlegt wurden. Im Video erfährst du, warum es zurecht Grund zur Besorgnis gibt.

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Mehr als 3 Millionen Profile mit sensiblen Daten

Die beliebteste Dating-App für Homo- und Bisexuelle zählt täglich bis zu 3,6 Millionen aktive Nutzer und besitzt von diesen teils hochsensible Daten wie den HIV-Status oder das Datum des letzten HIV-Tests. Doch die sind nicht in der Hand des Unternehmens geblieben, geht aus einer Untersuchung der norwegischen unabhängigen Forschungsorganisation SINTEF hervor.

Grindr gibt Daten weiter wie auch Facebook

Mitarbeiter des norwegischen Forschungsinstituts haben den Datenverkehr der App analysiert. Laut ihren Erkenntnissen übermittelt Grindr verschiedene Informationen an die beiden Analyseunternehmen Apptimize und Localytics, die für Grindr unter anderem Statistiken erstellen. Die Forscher kritisieren, dass Grindr die privaten Daten im Paket mit anderen Informationen so weitergibt, dass die Unternehmen sie mit konkreten Profilen verknüpfen können.

Grindr-Hersteller beschwichtigen, aber kündigen Änderungen an

Grindr wies in einer Stellungnahme darauf hin, sie sei eine Plattform, auf der Benutzer Informationen über sich öffentlich machen können – darunter auch den eigenen HIV-Status. Die Benutzer könnten jedoch über die Privatsphäre-Einstellungen das Teilen von Informationen einschränken. Insgesamt solle jeder Nutzer selbst überprüfen, welche Informationen er über sich bei Grindr mit wem teilt.

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