Geburt von Elch-Zwillingen ist ein Jahrtausend-Ereignis

Geburt von Elch-Zwillingen ist ein Jahrtausend-Ereignis

Am 17. Mai veröffentlichte der Tierpark von Sainte-Croix an der Mosel in Frankreich auf seiner Facebook-Seite eine stolze Verkündung: Die Geburt von süßen Elchzwillingen! Das Video zeigt die süßen Babys und erklärt, warum die Geburt eine wahre Besonderheit in der Tierwelt ist.

Sie können sich noch kaum auf den Beinen halten und sind doch schon wahrhafte Stars. Mitte Mai kamen im französischen Tierpark von Sainte-Croix an der Mosel Elchzwillinge zur Welt. Voller Stolz hat der Tierpark die freudige Nachricht am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite geteilt.

Mehr als nur ein freudiges Ereignis

Die beiden Europäischen Elchkinder (mit wissenschaftlichem Namen Alces alces für die Eingeweihten) kamen am 15. Mai zur Welt. Ihre Mutter, die Elchkuh Bélinda, kam im vergangenen Winter in den Tierpark. Doch bis jetzt hatte der Tierpark nichts von ihrem Zustand verlauten lassen.

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Eigentlich waren die Tierärzte des ostfranzösischen Tierparks lange Zeit gar nicht sicher, ob die Elchkuh überhaupt trächtig war. Daher wurde der freudigen Überraschung vom 15. Mai gespannt und erwartungsvoll entgegengesehen. Am 15. Mai gab es dann schließlich keinen Zweifel mehr, als die Elchkuh mit Zwillingen niederkam.

Bei Elchen sind Zwillingsgeburten keine Seltenheit. Trotzdem war es eine schöne Überraschung. In europäischen Tierparks ist jede Geburt ein wahrhaftes Ereignis, die Geburt eines Gorilla-Babys in den USA wurde kürzlich millionenfach weltweit bewundert.

Ein Jahrtausenderlebnis

In Ost-Frankreich geht die letzte Elchgeburt auf das späte Mittelalter zurück, was heißt, dass es sich bei dieser Geburt um ein wahres Jahrtausendereignis handelt.

Ursprünglich bewohnte der Elch die gesamte bewaldete Zone der Nordhalbkugel, bis der Mensch seinen Bestand stark dezimierte. Er wurde seines Fells und seines Fleisches wegen erbarmungslos gejagt. Im Mittelalter waren sie in unseren Gefilden nahezu ausgerottet.

Anfang des 20. Jahrhunderts waren Elche fast nur noch in Grenzgebieten zwischen Finnland und Russland, sowie in den ostrussischen Wäldern zu finden.

Ein Hoffnungsschimmer für den Elch

Glücklicherweise hat der Elch inzwischen auch in China, Nordskandinavien, Russland, vielen osteuropäischen Ländern, darunter Polen und die Ukraine, und gelegentlich sogar bei uns wieder Fuß gefasst.

Auf den Fotos und dem Video in den sozialen Netzwerken können sich die herzallerliebsten Elchbabys noch kaum auf ihren langen schlaksigen Beinen halten, während sie von ihrer Mutter liebevoll umsorgt und abgeleckt werden.

Wie zu erwarten, wird das Publikum die Elchzwillinge noch nicht so schnell zu sehen bekommen. Sie sind noch zu jung und zu anfällig. Das Publikum wird sich schon noch eine Weile gedulden müssen, bis die Parkleitung es für richtig hält.

Eine Reihe von Tiergeburten

Sind sie erst einmal ausgewachsen, können Elche – vor allem große männliche Tiere – eine Schulterhöhe von bis zu 2 Metern und ein Körpergewicht von bis zu 700 kg erreichen. Das ist schon erstaunlich für ein so ruhiges und friedliches Tier, das sich ausschließlich von pflanzlicher Nahrung wie Gräsern, Blättern und Baumtrieben ernährt.

Doch es ist Vorsicht geboten: In freier Wildbahn kann so eine Elchkuh mit Jungtieren schon auch gefährlich werden, wenn sie sich dazu veranlasst sieht, ihre Kälber zu verteidigen.

Die Geburt der Elchzwillinge ist ein Eintrag mehr im Geburtenregister des Tierparks von Sainte-Croix an der Mosel, der seit Anfang dieses Jahres schon die Geburt von Waschbären, Rentieren und Wisenten und das Schlüpfen von Gänsegeiern verzeichnen konnte.

Elch-Drillinge in Hannover haben es nicht geschafft

Bei Elchnachwuchs ist vor dem sechsten Lebensmonat schwer zu sagen, ob sie durchkommen. So waren 2017 im Wisent-Gehege Springe in Hannover Elch-Drillinge zu Welt gekommen, die es leider nicht geschafft haben. Auch in Hannover hat es dieses Jahr wieder Elchnachwuchs gegeben, ebenfalls Elchzwillinge. Da wollen wir doch hoffen, dass es diese Tierbabys dieses Jahr alle schaffen und ihnen das Beste wünschen!

• Zoe Klaus
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