LGBTQ-Studie enthüllt: Ein Drittel der Millennials ist queer

Eine amerikanische Studie, an der ausschließlich Millennials teilnahmen, hat ergeben, dass ein Drittel der Befragten sich im queeren Spektrum verortet.

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Die von der Arizona Christian University durchgeführte Untersuchung befragt 600 Personen im Alter zwischen 18 und 37 Jahren und ergibt, dass sich 30 % von ihnen als queer, schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender bezeichnen.

Progressivere Denkweisen

40 % derjenigen, die sich als Teil der LGBTQ+-Gemeinschaft betrachten, sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. Dieselbe Gruppe befürwortet auch mehrheitlich eine fortschrittlichere Politik als eine konservative, da einer von drei Millennials an mindestens einem Protest für soziale Gerechtigkeit teilgenommen hat.

Alles in allem ergibt die Studie, dass diese Gruppe in der Gesellschaft "gegen das Establishment, unpatriotisch, für die Religionsfreiheit und verzweifelt auf der Suche nach einem Sinn im Leben" ist.

Kulturelle und generationelle Verschiebungen

Theorien darüber, warum sich mehr Menschen zu ihrer sexuellen Identität bekennen, werden auf die größere Sichtbarkeit in den Medien sowie auf die zahlreichen Gesetzesänderungen innerhalb der politischen Systeme zurückgeführt.

George Barna, Forschungsdirektor am Cultural Research Center der Arizona Christian University, ist der Ansicht, dass die in dieser Studie gesammelten Daten dazu beitragen werden, den Generationswechsel besser zu verstehen. Er erklärt dies wie folgt:

Anstatt sie für eine Reihe von vermeintlichen Unzulänglichkeiten zu kritisieren, können wir sie vielleicht mit Perspektiven, Lösungen, Ressourcen und Ermutigung unterstützen.

Mehr Leute werden sich outen

Dulcinea Pitagora, eine in New York City ansässige Psychotherapeutin, die sich auf die Arbeit mit sexuell ausgegrenzten Gruppen spezialisiert hat, erklärt:

Je mehr Menschen sich wohl und sicher fühlen, desto besser, denn dadurch werden sich noch mehr Leute outen und authentisch als das leben, was sie in der Welt sind.

Sie fügt hinzu:

Je mehr das Bewusstsein dafür wächst, wie viele queere Menschen es tatsächlich auf der Welt gibt, desto mehr Menschen werden sich der großen Vielfalt in der queeren Gemeinschaft bewusst, und desto mehr nicht-queere Menschen werden erkennen, dass sie mehr mit queeren Menschen gemeinsam haben, als ihnen vielleicht bewusst ist.
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