Emotionaler Hunger: So gehst du am besten damit um

Emotionaler Hunger: So gehst du am besten damit um

Wir alle kennen das: Man hat einen schlechten Tag an der Arbeit gehabt, sich gerade von seinem Partner/ seiner Partnerin getrennt oder ein Schicksalsschlag wirft uns aus unseren gewohnten Bahnen. Wie im Reflex greifen viele in solchen Situationen zu Schokolade und Co. Der emotionale Hunger hat zugeschlagen!

Sich gesund und nachhaltig zu ernähren, ist nicht immer eine Leichtigkeit. Egal, ob man bei Fast Food schwach wird, oder ob einem das Gegenteil passiert: Nämlich, dass man zu viel Wert auf eine gesunde Ernährung legt. Ein richtiges und gesundes Essverhalten an den Tag zu legen, fällt vielen Menschen schwer. Und besonders einem Hunger erliegen wir immer wieder: dem emotionalen Hunger!

Was ist emotionaler Hunger? 

Uns allen passiert es: Eine Trennung, ein schlechter Tag, Sorgen... und schon hat man eine ganze Tafel Schokolade und was sonst noch so in der Speisekammer zu finden ist, vertilgt. Einem derartigen krankhaften Essverhalten folgen sofort Schuldgefühlen und wir hinterfragen unsere Tat: Warum habe ich das jetzt gegessen, ohne hungrig zu sein? Nur, um mir etwas Gutes zu tun und das schlechte Gefühl in mir zu verdrängen? Das ist emotionaler Hunger.

Dem Ernährungsexperten Jeremy Gorskie zufolge ist emotionaler Hunger „ein Hunger, der negativen Emotionen unterliegt, die einen dazu verleiten, sich selbst mit Essen zu belohnen". Unter solchen Umständen bekommt Nahrung eine emotionale Dimension.

Der Umgang mit emotionalem Hunger

Der Fressattacke, die durch den emotionalen Hunger ausgelöst wird, folgt die nüchterne Erkenntnis dessen, was man gerade getan hat. Dann folgen die Schuldgefühle. Dennoch empfiehlt Jeremy Gorskie, sich nicht gegen diesen Hunger zu wehren.

Wenn wir „ihn nämlich zulassen, können wir uns darüber bewusst werden und die Situation mit Abstand betrachten". Dagegen vorgehen zu wollen, verstärkt nur das Bedürfnis zu essen, dem man schließlich erliegt. Es wird also empfohlen, den Hunger zu akzeptieren, ihm nachzugeben und sich zu fragen, wie es dazu gekommen ist, warum man dieses Hungergefühl verspürt.

Man muss sich den negativen Gefühlen stellen 

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Anhand der negativen Emotionen, die dem emotionalen Hunger zugrunde liegen, lässt sich oftmals der Auslöser ermitteln. Man muss die Quelle der Emotionen aufspüren und sich klar machen, dass der Hunger einzig dazu dient, die negativen Gefühle zu mindern.

Noch wichtiger ist jedoch, die negativen Emotionen zu akzeptieren, anstatt sie zu verdrängen. Indem ihr den Ursprung eurer Krise erkennt, könnt ihr sie besser verstehen und damit umgehen.

Lea Pfennig
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