Diabetes, Übergewicht...: Sind Kartoffeln nun gesund oder ungesund?

Es ist eine Debatte, die Wissenschaftler auf der ganzen Welt seit einer Ewigkeit spaltet: Sind Kartoffeln nun gesund oder ungesund? Oftmals mit Diabetes in Verbindung gebracht, gibt es eine Empfehlung, wie der Verzehr von Kartoffeln gesund für jedes Lebensalter bleibt.

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Kartoffeln sind auf dem deutschen Teller die beliebteste Beilage und sind unkompliziert im Anbau - sogar am Balkon ist dies möglich. Einerseits enthält das Nachtschattengewächs viele Nährstoffe, andererseits warnen immer wieder Ernährungswissenschaftler davor, zu viele von ihnen zu sich zu nehmen. Worauf sollten wir als Konsumenten achten?

Warum Kartoffeln ein zweischneidiges Schwert sind

Kartoffeln enthalten viel Kalium - ein Nährstoff, der besonders gut für das Herz ist. Schon eine kleine Kartoffel kann 23 Prozent des durchschnittlichen Tagesbedarfs decken. Dazu liefern sie viel Vitamin B6, das wichtig für eure Nerven ist. So weit so gut!

Doch Kartoffeln haben auch eine große Schattenseite. Sie haben einen enorm hohen glykämischen Index. Das bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel direkt nach dem Essen in die Höhe schnellen lassen.

Einige Studien suggerieren, dass Typ-2-Diabetes und Übergewicht mit erhöhtem Kartoffel-Konsum in Verbindung gebracht werden kann - unabhängig von der Zubereitungsart!

Die fritierte Variante sollte eher seltener genossen werden. Glady Francis@Pexels

So viele Kartoffeln solltet ihr in der Woche essen

In neueren Erkenntnissen schlagen Ernährungswissenschaftler vor, einen Kompromiss zu finden. Anstatt sich für oder gegen den Verzehr von Kartoffeln zu entscheiden, solltet ihr versuchen, die Mitte zu finden.

Frauen über 50 sollten nicht mehr als vier Tassen stärkehaltiges Gemüse pro Woche essen - für Männer sind es fünf Tassen. Dazu gehören neben Kartoffeln auch Maniok, Mais, grüne Erbsen, Pastinaken und Kochbananen.

Gleichzeitig ist die Zubereitungsart durchaus entscheidend. Für Menschen ab 45 Jahren, die zwei- oder dreimal pro Woche Pommes essen, steigt das Risiko für einen frühen Tod von egal welcher Ursache um 95 Prozent. Dieser Trend konnte bei Kartoffeln, die nicht fritiert wurden, nicht festgestellt werden.

Zudem solltet ihr austreibende Kartoffeln direkt wegschmeißen und bei grünen Kartoffeln aufpassen, denn beide enthalten Solanin, das in erhöhter Konzentration giftig ist. Manche Menschen leiden auch unter einer Kartoffelallergie, auch wenn diese selten auftritt.

Gegarte Kartoffeln sind eine gesunde Variante - ab einem gewissen Alter trotzdem nur in Maßen essen. Karolina Grabowska@Pexels

Eine gesunde Alternative zu Pommes

Statt Pommes aus der Fritteuse könntet ihr also zum Beispiel Ofenkartoffeln vorziehen. Dabei gibt es einige leckere Rezepte. Experten raten zu folgender Zubereitungsart im Ofen: Für eine gesündere Variante könnt ihr eine Kartoffel halbieren, beträufelt sie mit Olivenöl und Rosmarin und backt sie im Ofen bei 400 Grad.

Wenn ihr sie danach für ein paar Minuten auf den Grill legt, bis die Oberseite braun ist, könnt ihr sie mit gutem Gewissen genießen. Eine gesunde Variante, die auch etwas Abwechslung in eure Beilagen bringt, ist die Süßkartoffel, die zahlreiche positive Effekte auf euren Körper hat.

Ein weiteres Problem: Oftmals werden Kartoffeln zusammen mit fettigen Saucen, Bacon oder Käse gegessen. Bacon kann seit neueren Erkenntnissen sogar zu Demenz führen. Wenn ihr es schafft, diese ungesunde Kombination zu vermeiden, wird sich euer Körper freuen. Versprochen!