Grüne Kartoffeln: Darf man sie essen oder besser nicht?
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Grüne Kartoffeln: Darf man sie essen oder besser nicht?

Von Maximilian Vogel
Letzte Änderung

Bei den meisten Obst- und Gemüsesorten wissen wir, wenn es besser ist, sie nicht mehr zu verspeisen. Bei Kartoffeln ist die Sache oft nicht so klar. Wir sagen euch, was es mit grünen Kartoffeln auf sich hat.

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, was im Fall grüner Kartoffeln zu tun ist. Man greift zum Kartoffelsack, um sich ein nettes Kartoffelgericht zuzubereiten, und siehe da: Die Kartoffeln haben ausgetrieben und/oder sind sogar grün geworden!

Viele wissen, dass keimende Kartoffeln eher eine Sache für den Mülleimer sind. Doch gibt es einen ganz einfachen Trick, eines der beliebtesten Nahrungsmittel der Deutschen vor den unliebsamen Auswüchsen eine Zeit lang zu bewahren. Diesen könnt ihr in diesem weiterführenden Artikel erfahren.

Heute soll es jedoch um grüne Kartoffeln gehen. Denn grün heißt nicht immer gleich gesund. So auch im Falle unserer geliebten Kartoffel. Wir erklären euch, was ihr beachten sollt.

Grün ist nicht immer gesund

Findet man grüne Kartoffeln in seinem Kartoffelsack, ist dies zwar keine echte Katastrophe, aber auch kein Grund zur Freude. Grün verbindet man zwar mit Natur und Leben, die Farbe reimt sich aber eben nicht mit dem Kartoffelgericht.

Es ist aber eigentlich nicht die grüne Farbe, die den Verzehr solcher Kartoffeln heikel macht. Denn das Grün geht einfach auf das Chlorophyll zurück, das von lebenden Pflanzen erzeugt wird und das wir auch massenhaft in einem Salat konsumieren.

Eine Solanin-Kur ist keine gute Idee

Doch eure Kartoffeln verstecken hinter ihrem grünen Teint nicht nur Chlorophyll, sondern auch Solanin, eine giftige chemische Verbindung. Dieses Solanin wird auch bei keimenden Kartoffeln produziert. Die Kartoffeln produzieren Solanin zu ihrer Abwehr, um sich vor allem Bakterien, Pilze und Insekten vom Leib zu halten.

In hohen Dosen eingenommen, ist Solanin auch für den Menschen giftig. Man kann Schwindelanfälle, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Durchfall bekommen.

Was tun mit grünen Kartoffeln?

Zunächst kann man natürlich schon einmal das Risiko senken, dass Kartoffeln überhaupt grün werden: Man muss sie dafür nur lichtgeschützt und kühl lagern. Denn sind diese Knollen einmal dem Licht ausgesetzt, wollen sie sprießen und keimen, sie produzieren Chlorophyll etc.

In diesem Sinne ist auch schon im Supermarkt zu prüfen, ob euer neuer Kartoffelsack nicht schon grüne Kartoffeln enthält. Sucht euch dann besser einen anderen von unten aus der Ablage aus.

Kartoffeln gut waschen und grüne Stellen wegschneiden. Polina Tankilevitch@Pexels

Kann man grüne Kartoffeln essen?

Abgesehen von ihrem Giftgehalt schmecken richtig grüne Kartoffeln auch sehr bitter, sie sind also besser wegzuwerfen. Sind die Kartoffeln nur an ein paar Stellen grün, könnt ihr die grünen Teile zusammen mit den Trieben wegschneiden.

Damit reduziert ihr den Giftgehalt um mindestens 30 Prozent und könnt die Kartoffeln dann verarbeiten und essen. Zur Gewohnheit soll das aber auch nicht werden.

Steckt euere frischgekauften Kartoffeln besser in einen lichtundurchlässigen Sack und bewahrt sie in einer dunklen und kühlen Ecke, am besten im Keller, auf. Dann werden sie erst gar nicht grün. Aber auch Kartoffeln in Einheitsgröße zu kaufen, ist eher abzuraten. Denn so können sie sogar krebserregend sein.


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