Kundenbeschwerden: Metzgerei darf keinen "Zigeunerbraten" mehr verkaufen

Kundenbeschwerden: Metzgerei darf keinen "Zigeunerbraten" mehr verkaufen

In einer bayerischen Metzgerei gibt es künftig keinen "Zigeunerbraten" mehr - zahlreiche Kunden hatten sich über den rassistischen Namen beschwert.

Bis vor Kurzem konnten Kunden in der Metzgerei Boneberger in Schongau "Zigeunerbraten" kaufen - das ist jetzt jedoch nicht mehr möglich. Inhaber Michael Walk benennt den Schinken in "Pusztabraten" um - und reagiert damit auf zahlreiche Kundenbeschwerden.

Schinkenbezeichnung zu rassistisch  

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Es sei der immer wiederkehrende Ärger gewesen, der Michael Walk zu diesem Schritt verleitet habe. So erklärt der Metzgerei-Inhaber der Merkur gegenüber: "Es war jetzt keine Kampagne, sondern es gab stete Beschwerden, auf die ich jetzt reagiert habe." Dabei habe es nicht nur persönliche Beschwerden in den Münchner Filialen gegeben, sondern es seien auch zahlreiche Beschwerden per Mail eingegangen. Walk: "Auf so einen Ärger kann ich gerne verzichten."

Umbenennung in "Pusztabraten" 

So wird der Schinken künftig statt als "Zigeunerbraten" nun unter der Bezeichnung "Pusztabraten" geführt. Des Weiteren wolle sich Walk auch für die "Zigeuner-Kochsalami" einen neuen Namen überlegen. "Der Zeitgeist ist offenbar so“, erklärt Walk. Die meisten Kunden hätten laut des Metzgers jedoch mit Lachen auf die Namensänderung reagiert.

Nicht nur Ladeninhaber Michael Walk hat diesen Schritt nun - mehr oder weniger freiwillig - gewagt: Es gibt mehrere Karnevalsvereine, die den Verein wegen Rassismus-Vorwürfen umbenennen mussten und auch Bäckereien und Cafés mussten schon ihr Gebäck auf einen neuen Namen taufen. 

• Feline Daniel
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