Nach Lidl-Rückzug: Weiterer Supermarkt-Riese lässt Haribo fallen
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Nach Lidl-Rückzug: Weiterer Supermarkt-Riese lässt Haribo fallen

Haribo dürfte seine Konditionsverhandlungen wahrscheinlich zu hart führen. Das lässt zumindest die Tatsache vermuten, dass nach dem Rauswurf bei Lidl, jetzt auch ein Supermarkt-Riese mit diesem Gedanken spielt.

Die alljährlichen Konditionsverhandlungen im Einzelhandel, bei denen Marken und Firmen zusammenkommen, sehen für eine Marke zurzeit nicht gut aus: Haribo erhöht zunehmend seine Preise und das passt weder Discounter noch Supermarkt. Hier erfährt ihr übrigens, wer wirklich der günstigste Discounter in Deutschland ist.

Süßwaren-Riese droht die Auslistung

Lidl hat sich im August dafür entschieden, den Süßwaren-Riesen von seiner Verkaufsliste zu streichen, doch jetzt droht Haribo auch die Auslistung bei der bewährten Supermarktkette Edeka. Diese setzt immer mehr auf Bio und Nachhaltigkeit, wie sie zuletzt mit ihrer essbaren Schutzhülle bei Obst und Gemüse gezeigt hat.

Ende September hat Edeka bereits das Haribo-Sortiment um 40 Prozent in seinen Regalen reduziert. Die Konditionsverhandlungen bestimmen ca. zwei Drittel des Gesamtsortiments. Bei den Verhandlungen werden Preise und Lieferkonditionen festgelegt.

Bei den Konditionsverhandlungen geht es den Gummibärchen an den Kragen. roxanabalint@Getty Images

Preiserhöhungen und schlechte Lieferkonditionen

Wenn sich die Firmen uneinig bleiben, kommt es zu Rauswürfen. Haribo befindet sich zurzeit mit mehreren Supermärkten und Discountern in Verhandlungen. Die Preiserhöhungen rechtfertigen sie mit erhöhten Rohstoffpreisen. Dies wollen aber nicht alle Supermärkte so hinnehmen, wie Chip berichtet.

Früher hat Haribo ein Monopol besetzt, mittlerweile haben viele Supermärkte ihre Eigenmarken im Sortiment und Konkurrenten zu Haribo. Dadurch akzeptieren sie schlechte Lieferkonditionen viel weniger.

Wenn Auslistungen drohen, achten Kunden durch die Negativwerbung stärker auf die Preise. Sie verlieren also nicht nur durch Rückrufaktionen - wie es hier bei Aldi der Fall war - das Kaufinteresse, sondern auch, wenn sich nicht genügend gerechtfertigt, die Preise erhöhen. Das hat auch im Jahr 2019 dazu geführt, dass Edeka das Ketchup der Marke Heinz aus den Regalen genommen hat.

Von Maximilian Vogel
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