Nicht nur wegen Salmonellengefahr in Eiern: Roher Keksteig kann krank machen

Weihnachtszeit ist bei vielen auch Plätzchenzeit. Manche von uns können die Hände einfach nicht vom rohen Keksteig lassen, bevor das Blech voller Köstlichkeiten in den Backofen wandert. Eine gute Idee ist das allerdings nicht, denn nicht nur die rohen Eier im Teig können euch krank machen.

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Schon als Kinder helfen viele gerne ihren Müttern oder Vätern beim Backen rund um die Weihnachtszeit. Gerne darf bei vielen Familien ein wenig aus der Rührschüssel oder von den Knethaken genascht werden. Das kann im schlimmsten Fall aber zu einer Darmentzündung führen.

Das vermeintlich harmlose Mehl ist vor allem für Kinder gefährlich

Egal ob Lebkuchen, Vanillekipferl oder Christstollen: Ohne Mehl kommen die wenigsten Weihnachtskekse aus. Leider enthält genau dieses laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit oft STEC-Bakterien.

Es handelt sich dabei um bewegliche Stäbchenbakterien, welche Darmentzündungen verursachen können. Insbesondere für Kinder stellen sie eine Gefahr dar, da sie zu einem hämolytisch-urämischen Syndrom führen können. Im Körper der Kleinen bilden sich Blutgerinnsel, die die Blutversorgung des Gehirns oder des Herzens blockieren können, es kann außerdem zu einem akuten Nierenversagen kommen.

Backen tötet die Bakterien ab

Von insgesamt 242 Proben enthielten 22 Mehlsorten das teilweise lebensgefährliche Bakterium. Auf Weihnachtskekse muss aber natürlich in diesem Jahr trotzdem niemand verzichten: Wird der rohe Teig gut durchgebacken, besteht keinerlei Gefahr mehr.

Auch solltet ihr darauf achten, dass das Mehl oder der Teig nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen, sodass es nicht zu einer weniger offensichtlichen Übertragung auf andere Nahrungsmittel kommt.

Annabel Dierks, die als Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bremen arbeitet, hat noch einen weiteren wichtigen Hinweis für alle, die gerne voller Begeisterung, aber ohne großes Gesundheitsrisiko backen möchten:

Es hilft auch nicht, das Mehl vor dem Rohverzehr im Backofen oder Topf zu erhitzen. Zum Beseitigen von Keimen muss eine bestimmte Menge Feuchtigkeit vorhanden sein.

Mit den Tipps kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!

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