Wechseljahre: Kommen sie durch Nudeln und Reis schneller?
Wechseljahre: Kommen sie durch Nudeln und Reis schneller?
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Wechseljahre: Kommen sie durch Nudeln und Reis schneller?

Britische Forscher haben jetzt untersucht, wie sich die Ernährung der Frau auf den Zeitpunkt der Menopause auswirkt und wollen da einen interessanten Zusammenhang gefunden haben. Das Video zeigt, durch welche Lebensmittel die Wechseljahre schneller kommen sollen und welche sie hinauszögern könnten.

Wissenschaftler der Universität Leeds haben versucht, einen Zusammenhang zwischen der Ernährung der Frau und dem Zeitpunkt ihrer Menopause nachzuweisen. Sie haben dazu 900 Frauen im Alter von 40 bis 65 Jahren befragt und als Durchschnittsalter für den Beginn der Wechseljahre 51 Jahre angenommen. Im Zeitraum der Studie hat bei all den Frauen, die fast täglich Reis oder Pasta essen, die Menopause im Durchschnitt schon anderthalb Jahre früher, d. h. mit 49 ½ Jahren eingesetzt. Bei Frauen dagegen, die regelmäßig fetten Fisch wie Lachs, Forellen oder Sardinen konsumierten, erst drei Jahre, d. h. im Alter von durchschnittlich 54 Jahren. Bei Frauen, die Vitamin B6 und Zinkpräparate nehmen, setzte sie ebenfalls erst später ein.

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Wenn diese Zahlen auch ziemlich überzeugend klingen, so ist der Zusammenhang zwischen einem frühzeitigen Einsetzen der Menopause und einer bestimmten Art von Ernährung damit noch längst nicht bewiesen. „Beim Beweisen des Zusammenhangs zwischen Essgewohnheiten und frühzeitigem Einsetzen der Menopause stoßen derartige Studien auf ihre Grenzen. Solange sich noch nicht eindeutig nachweisen lässt, wie sich die Ernährung auf den Zeitpunkt der Menopause auswirkt, sehe ich noch keinen Grund, die Essgewohnheiten der Frauen zu beeinflussen“, wirft die Endokrinologin Doktor Jayasena vom Londoner Imperial College ein. Die Co-Autorin der Studie Professor Janet Cade erinnert daran, dass die Menopause eine direkte Auswirkung auf die Gesundheit der Frauen hat. „Eine frühzeitige Menopause erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose, wogegen eine verzögerte Menopause statistisch gesehen Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Eierstockkrebs begünstigen kann“, erklärt sie im New Scientist.

Von der Redaktion

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