Darum ist es ein Zeichen wahrer Stärke, bei einem Film zu weinen

Darum ist es ein Zeichen wahrer Stärke, bei einem Film zu weinen

Wer bei einem Film weint, dem ist es meist peinlich, darauf angesprochen zu werden. Doch das ist nicht nur ein Zeichen des Mitgefühls, sondern auch ein Zeichen großer Stärke. Wir erklären, warum.

Nein, Weinen vor einem Film ist kein Zeichen von Schwäche. Laut Forschung weinen mehr als neun von zehn Personen, wenn sie emotionale Szenen ansehen. Wer hat denn nicht schon mal bei 'König der Löwen', 'Bambi', 'Tage oder Stunden' oder 'PS.: Ich liebe dich geweint'? 

Fiktion erzeugt Empathie 

Durch die Identifikation mit der Figur verstärkt die Fiktion das Mitgefühl der Menschen. Das macht es einfacher, sich in eine andere Situation hineinzuversetzen. So lernen wir, andere besser zu verstehen. 

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Oxytocin, das moralische Molekül 

Einen Film zu sehen, der starke Emotionen in uns hervorruft, setzt Oxytocin frei. Es ist ein Molekül, das uns sensibler für das macht, was um uns herum geschieht, und es uns ermöglicht, sich besser in die Lage anderer hineinzuversetzen, andere zu erreichen und ihnen zu helfen. 

„Weine dich richtig aus und es wird dir gut gehen“ ist ein Satz, den man wahrscheinlich schon oft gehört hat. Einfach weil Weinen hilft, Stress abzubauen und Schmerzen zu lindern. Und es sorgt für Empathie, gute Laune, Erleichterung. Das zeigt, dass Weinen ein echter Beweis für Stärke ist. Also schämt euch nicht, bei einem Film zu weinen. Das zeigt nur, dass ihr keine empathielosen Soziopathen seid. 

• Juliane Kretsch-Oppenhovel
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