Frau kassiert über hundert Bewerbungsabsagen, bis sie dieses Detail weglässt

Frau kassiert über hundert Bewerbungsabsagen, bis sie dieses Detail weglässt

Hundert Bewerbungen verschickt eine Engländerin und wird dabei kein einziges Mal zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Dann macht sie einen Selbstversuch und lässt ein Detail über ihr Äußeres weg und plötzlich bekommt sie einen Job...

Shani Dhanda aus Walsall in England leidet an Osteogenesis imperfecta, einer Knochenerkrankung, sowie an Skoliose und Arthritis und ist mit einer Körpergröße von 1,15 Meter kleinwüchsig.

Nachdem die 30-Jährige auf hundert Bewerbungen nur Absagen erhält, beschließt sie eines Tages, ein Detail wegzulassen - und verschweigt ihre Behinderung. Prompt wird sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, wie der englische Mirror berichtet.

Die ständigen Absagen belasten die junge Frau sehr, sie stellt sich Fragen wie: "Oh mein Gott, werde ich jemals einen Job bekommen?", oder "Welche Lebensqualität werde ich haben, wenn ich niemals einen Job finde, weil mir keiner die Gelegenheit gibt?", berichtet sie gegenüber dem Newsportal.

Menschen mit Behinderung haben es immer schwerer

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Nachdem sie endlich ein Vorstellungsgespräch und tatsächlich eine Stelle bekommen hat, stellt sich jedoch heraus, dass es weit schwieriger ist, die Stelle auch zu behalten. Denn auch von ihrem neuen Arbeitgeber wird Shani aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen diskriminiert.

Schließlich wagt die junge Engländerin den Schritt, sich selbstständig zu machen, und ist mittlerweile als Eventmanagerin sehr erfolgreich. Ihre Geschichte zeigt, dass es möglich ist, seinen Berufswunsch zu verwirklichen, egal mit welchen körperlichen Einschränkungen man lebt. Shani lernt aus dieser Erfahrung Folgendes:

Ich denke, Arbeitgeber müssen viel offener werden. Sie müssen eine Umgebung schaffen, in der Menschen keine Angst haben, ihre Behinderungen zu offenbaren oder um Hilfe zu bitten.

Ihr Appell an die Öffentlichkeit ist kein geringerer, als aufzuhören, Menschen aufgrund ihres Äußerlichen zu verurteilen, vor allem Menschen mit Behinderungen. Denn die Erscheinungsweise bzw. körperliche Einschränkung gibt keinen Aufschluss über das Können der Personen:

In fast alles Lebenssituationen bekommen behinderte Menschen Steine in den Weg gelegt, sei es bei den angebotenen Dienstleistungen oder bei den Stellenangeboten. Es stellt immer eine Herausforderung oder ein Hindernis dar und das muss sich wirklich ändern.
Maximilian Vogel
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