Gender Pricing: Wenn Frauen mehr zahlen müssen als Männer
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Gender Pricing: Wenn Frauen mehr zahlen müssen als Männer

Frauen verdienen nicht nur weniger als Männer, sie bezahlen auch noch mehr. Das DM-Kinderschaumbad "Prinzessin Sternenzauber" kostet beispielsweise 2,95 Euro, die Jungs-Variante "Saubär" nur 1,75 Euro. Eine neue Studie sieht das Problem vor allem bei Dienstleistungen, wie beispielsweise beim Friseur. Doch handelt es sich dabei wirklich um Diskriminierung?

Preise nach Geschlecht: Vor allem Dienstleistungen betroffen

Bei Friseuren ist die unterschiedliche Preisgestaltung besonders weit verbreitet. 89 Prozent der untersuchten Friseurgeschäfte betreiben laut Studie dieses so genannte "Gender Pricing". Ebenfalls stark betroffen sind Reinigungen: Hier waren in 32 Prozent der untersuchten Geschäfte Blusen pauschal teurer als Hemden - im Schnitt um 1,80 Euro. Bei Waren seien die Unterschiede nur gering (3,7%).

Frauen verdienen weniger und müssen mehr ausgeben

Besonders ärgerlich für Frauen wird diese Tatsache, wenn man bedenkt, dass sie im Schnitt auch weniger verdienen als Männer. Der so genannte Gender Pay Gap lag bei sozialversicherungspflichtigen Jobs 2016 bei 21 Prozent. Frauen sind also doppelt benachteiligt.

Gender Pricing: Handelt es sich um Diskriminierung?

Die Rechtslage ist zwar eindeutig: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gilt auch für die Preisgestaltung von Gütern und Dienstleistungen. Allerdings können sich Kunden gegen eine solche Benachteiligung kaum wehren. Jede Frau könne zwar jede beliebige Dienstleistungsstelle, die solche unterschiedlichen Preise praktiziert, verklagen. Aber normalerweise sei der individuelle Schaden sehr gering im Vergleich zu dem Aufwand eines solchen juristischen Verfahrens.

Von der Redaktion

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