Alle halten ihre beste Freundin für ihre Pflegerin, weil sie das Down-Syndrom hat

Alle halten ihre beste Freundin für ihre Pflegerin, weil sie das Down-Syndrom hat

Die beiden sind ein ungleiches Paar. Trotzdem sind Amber McLeods und Claire Louise Dutton beste Freundinnen. Wegen ihrer Freundschaft sind die beiden oft Anfeindungen und Misstrauen ausgesetzt.

Eine schönere Freundschaft könnte es gar nicht geben. Amber McLeods und Claire Louise Dutton sind seit 2015 beste Freundinnen. Die beiden lernen sich damals am Solihull College, einer Schule für Weiterbildungen, kennen.

Sie lernen sich am College kennen

In der Kantine spricht die 25-jährige Amber McLeods ihre zukünftige beste Freundin an. Claire Dutton hat Trisomie 21, was aber für Amber kein Grund ist, sie nicht kennen lernen zu wollen.

Eines Tages sah ich Claire in der Kantine, die an einem Tisch mit anderen Menschen mit Lernschwierigkeiten saß... Sie hatte etwas so Lebhaftes an sich - sie hatte diese unglaubliche Energie - und ich wollte sie kennenlernen.

Eine ganz normale Freundschaft

Die beiden freunden sich schnell an und machen alles, was andere Freundinnen auch gemeinsam machen. Sie gehen zusammen shoppen und feiern und stehen sich gegenseitig bei. Eine beste Freundin an seiner Seite zu haben, tut gut (auch wenn manche Psychologen eine negative Meinung zu dem Konzept der "besten Freundin" haben).

Posted by Claire Louise Dutton on Sunday, September 8, 2019

Viele behaupten, dass Amber sich doch ständig um Claire kümmern müsse und die Freundschaft sehr einseitig sei. Aber Amber hält dagegen. Claire unterstützt sie mit ihrer freundlichen und einfühlsamen Art, wo sie nur kann. So zum Beispiel auch, als Ambers Tante gestorben is - so, wie Freunde es eben tun. Nicht umsonst heißt es: Freundschaften sind sogar gut für die Gesundheit.

Die Freundschaft ist keineswegs einseitig

Aber auch Claire genießt die Freundschaft sehr und ist froh, so eine tolle Freundin gefunden zu haben. Die 32-Jährige erklärt in der Tageszeitung The Sun, wie schwierig es für manche Menschen ist, dies zu akzeptieren wegen ihrer Äußerlichkeit. Leider ist dies allzu häufig der Fall, dass Menschen aufgrund des Aussehens urteilen, bevor sie wissen, wie jemand wirklich ist. Doch ihre Krankheit ist kein Hindernis für Amber, weil sie ihre Freundin nicht über ihr Down-Syndrom definiert, sondern als Menschen, der ihr lieb ist:

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Leider gibt es immer noch Missverständnisse, dass Menschen mit Down-Syndrom keine richtigen Freunde haben können, aber Amber sieht über meinen Zustand hinweg die Person, die ich bin. Ich hoffe, ich bin für sie genauso eine gute Freundin wie sie für mich.
Posted by Claire Louise Dutton on Sunday, October 13, 2019

Da kann man nur hoffen, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet und mehr Leute so denken wie Amber. Eine Behinderung steht einer Freundschaft jedenfalls nicht im Weg.

Maximilian Vogel
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