So wirkt sich Freundschaft auf die Gesundheit aus

So wirkt sich Freundschaft auf die Gesundheit aus

Freundschaft gehört zu den allerwichtigsten Dingen im Leben. Kinder- und Jugendfreunde, die viel zusammen erlebt haben und die zusammen durch Dick und Dünn gegangen sind, sind einander heilig. Solche Freunde zu haben, ist nach Expertenmeinung gut für die Gesundheit und fürs Gemüt.

Es heißt, wenn eine Freundschaft erst einmal sieben Jahre lang gehalten hat, dann hält sie fürs Leben. Die ersten Freundschaften schließen wir schon im Kindesalter. Schon da wissen wir, wen wir mögen und wen nicht und dass der beste Freund immer für einen da istManchmal überstehen solche Freundschaften die Jahre und wir bleiben auch im Erwachsenenalter noch Freunde. Und umso besser, denn laut Expertenmeinung soll das gut für die Gesundheit und fürs Gemüt sein. Amerikanische Wissenschaftler haben sich jetzt mit dem Thema auseinandergesetzt und untersucht, in wieweit Freundschaft unser Gemüt und unser seelisches Gleichgewicht beeinflusst.

Freundschaften steigern das Wohlbefinden

Ein wissenschaftliches Team der Universität von Virginia hat 169 junge Leute im Alter von 15 bis 25 Jahren untersucht. Die Forscher haben sich vor allem mit ihrem seelischen Gleichgewicht und ihrem Wohlbefinden befasst. Sie haben festgestellt, dass die Befragten mit Kinder- und Jugendfreunden besser drauf sind als die anderen. Freundschaft spielt für viele eine ebenso wichtige Rolle wie die Familie. Wir werden nicht nur durch unsere Erziehung, sondern auch durch unser soziales Umfeld geprägt. Kinder, die zusammen aufwachsen, sich zusammen entwickeln und zusammen lernen, haben eine einzigartige Verbindung. Den Studienergebnissen nach sind Erwachsene mit Kinder- und Jugendfreunden ausgeglichener als Erwachsene, die den Kontakt zu ihren ehemaligen Kinder- und Jugendfreunden verloren haben. Selbst über große Entfernungen hinweg gelingt es vielen Menschen freundschaftlichen Bande zu erhalten. Wir wissen, wenn wir einen solchen Freund oder eine solche Freundin wiedersehen, dass alles beim Alten ist, sich nichts zwischen uns geändert hat und wir immer noch dasselbe füreinander empfinden. Und wenn es darauf ankommt, wenden sich nach einer Umfrage 35,5 Prozent der Befragten im Falle eines größeren Problems damit eher an einen guten Freund oder eine gute Freundin als an den Partner.

Auch die Anzahl der Freunde spielt eine Rolle. Die Befragten, die weniger Freunde haben, tendieren dazu, solide und verlässliche Freundschaften zu haben. Die Befragten mit vielen Freunden dagegen neigen zur Oberflächlichkeit. Oft erwecken viele Freunde in den sozialen Netzwerken den Eindruck, beliebt zu sein. Doch das ist eben nur virtuell und kann letzten Endes zur Vereinsamung führen.

• Sophie Kausch
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