Özil: "Deshalb singe ich die Nationalhymne nicht mit!"

Turbulente Wochen für Mesut Özil: Der deutsche Nationalspieler mit türkischen Wurzeln steht nach seinem umstrittenen Schnappschuss mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan in der Diskussion. Hinzu kommt, dass auch das erste WM-Spiel gegen Mexiko daneben ging. Warum der 29-Jährige niemals die deutsche Nationalhymne vor dem Spiel mitsingt und was er stattdessen tut, hat er nun Journalisten gegenüber verraten.

Jogis Jungs stehen bei der Fußball-WM in Russland unter Druck. Nach der 0:1-Auftakt-Niederlage fragen sich viele, wie die Weltmeister das Achtelfinale noch erreichen können. Manche Beobachter wie Mario Basler gehen gar soweit, dass sie Özil und Gündogan die Pleite in die Schuhe schieben.

Warum singt Mesut Özil die deutsche Nationalhymne nicht mit?

Es ist bei jedem Spiel des DFB-Teams das Gleiche: Nicht alle Spieler bewegen ihre Lippen, wenn "Einigkeit und Recht und Freiheit" im Stadion erklingt. Vor allem Mesut Özil schweigt. Im Magazin "Mission Titelverteidigung" von Oliver Wurm hat der 29-Jährige nun erneut auf die Frage nach seinem Nicht-Singen geantwortet: "Während die Hymne gespielt wird, bete ich. Und ich bin sicher, dass diese Einkehr mir und damit auch meiner Mannschaft Kraft und Zuversicht gibt, um den Sieg nach Hause zu fahren."

Seit seiner Kindheit soll er das vor jedem Match so halten. In seiner im letzten Jahr erschienenen Biografie verriet er bereits, was er genau betet: "Allah, gibt uns für das heutige Spiel Kraft und schütze mich und meine Teamkollegen vor Verletzungen. Allah, Du kannst uns den Weg eröffnen und auch verschließen. Führe uns nicht vom rechten Weg ab. Amen."

Dass er dafür immer wieder angefeindet wird, bedauere er zutiefst. Man solle Spieler nach ihren Leistungen bewerten.

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