Eine junge Frau freut sich auf ihr Baby: Die Geburt aber wird zum Alptraum

Eine junge Frau freut sich auf ihr Baby: Die Geburt aber wird zum Alptraum

Was der schönste Moment in ihrem Leben werden soll, wird für Kagiso Kgatla zur Tortur: Die Geburt ihres ersten Kindes endet in einem kompletten Desaster. Die junge Frau plant nun, das Krankenhaus wegen Fahrlässigkeit zu verklagen. 

Die 19-jährige Südafrikanerin Kagiso Kgatla geht ins Tambo Memorial Hospital, um ihr Baby zur Welt zu bringen. Sie ist erst im sechsten Monat schwanger, aber die Wehen haben bereits eingesetzt; so muss sie ihr Baby sofort entbinden. 

Risikoschwangerschaft und unerfahrene Ärzte 

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Die junge Frau hat eine Risikoschwangerschaft, da die Ärzte bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft feststellen, dass das Baby wahrscheinlich jetzt schon mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Ihr wird laut The Sun zu einer Abtreibung geraten, aber Kagiso beschließt, das Baby zu behalten. Im Video beschreibt sie die Geburt ihres Kindes. Sie macht sehr deutlich, dass etwas nicht stimmt und die Ärzte der Aufgabe nicht gewachsen sind. Es gibt nur sehr wenige registrierte Fälle von Geburten, bei denen der Körper des Babys im Geburtskanal stecken bleibt. Bei den meisten Fällen ist es auf ein ungeschultes Ärzteteam zurückzuführen, das einen Kaiserschnitt nicht rechtzeitig genug einleitet.

Gewalt in der Geburtsmedizin betrifft auch westliche Länder

Kagiso plant, das Krankenhaus nicht nur wegen der traumatischen Erfahrung, sondern auch wegen der körperlichen und seelischen Folgeschäden für sie und ihr Kind anzuzeigen. Gewalt in der Geburtshilfe wird von den Vereinten Nationen als eine weitere Form der geschlechtsspezifischen Gewalt angesehen und betrifft Frauen auf der ganzen Welt. Dies hat allerdings nichts mit medizinischen Notständen zu tun, sondern mit der deutlichen Diskriminierung und Bevormundung von Frauen während der Geburt. 

Es fehlen oft sowohl Informationen darüber, was mit dem Körper der Mutter gemacht wird, als auch Informationen zur Behandlung, zu Missbrauch oder zu falscher Medikamentengabe. Auch spricht man wenig über die Wünsche der Mutter, die oft nicht beachtet werden. Es geht auch um Gewalt und Vertrauensmissbrauch seitens des medizinischen Personals, das sich eigentlich um die Gesundheit und das Wohlergehen der Patienten kümmern sollte. Dass sie sich nicht gekümmert haben, schildert Kagiso deutlich. Wir hoffen, dass der jungen Frau endlich Gerechtigkeit widerfährt und sich die Ärzte für ihre Fahrlässigkeit verantworten müssen. Eine Geburt im Krankenhaus sollte, im besten Fall, nämlich eigentlich relativ sicher ablaufen.

• Simone Haug
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