Studie deckt auf: So geht es Kindern von lesbischen Paaren wirklich

Studie deckt auf: So geht es Kindern von lesbischen Paaren wirklich

Das New England Journal of Medicine veröffentlicht am 25. Juli dieses Jahres erstmals eine Studie zu Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern und ihrer mentalen Gesundheit im Vergleich zu Kindern aus „klassischen“ Familien. Die Ergebnisse sind eindeutig!

Alte Familienmuster sind dabei aufzubrechen. Patchwork ist angesagt, ebenso liberalere ErziehungsmethodenTrans-, lesbische und schwule Paare gründen Familien und fordern ihre Rechte ein, die manche ihnen nach wie vor versagen wollen, wie im Falle dieser lesbischen Mutter.

Eine Studie deckt jetzt auf

Die Beobachtung der Kinder von lesbischen Eltern beginnt vor 25 Jahren: „Wir beobachteten diese Familien von der künstlichen Befruchtung der Mütter an und stellten fest, dass ihre Töchter und Söhne, die nun 25 Jahre alt sind, im Bereich der mentalen Gesundheit ebenso gute Ergebnisse erzielen wie andere Erwachsene im selben Alter“, erklärt die Forscherin Nanette Gartrell.

Es handelt sich bei dieser Studie um das erste Projekt dieser Größenordnung zu diesem Thema, weshalb sie auch so viel Beachtung findet. Es werden insgesamt 154 Mütter über mehrere Jahre – beinahe 30 Jahre – hinweg beobachtet. Die Forscher führen im Laufe dieser Jahre punktuelle Interviews mit den Müttern und Kindern durch.

Das Ergebnis der Studie 

Das Ergebnis? Die Annahme, dass ein von gleichgeschlechtlichen Eltern großgezogenes Kind weniger ausgeglichen sei, als das Kind eines heteronormativen Paars, ist somit nicht „begründet“, so der Forscher Henny Bos.

Und es kommt noch besser: Die Ergebnisse der Studie besagen sogar, dass Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern in der Schule erfolgreicher sind als Kinder von heterosexuellen Paaren.

Keine Gewalt 

Die Studie ergibt außerdem, dass Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern nicht mit Gewalt im Kreise der Familie in Berührung kommen – im Gegensatz zu Kindern in einer sogenannten „klassischen“ Familie.

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Angesichts all dieser Ergebnisse zieht der Forscher Henny Bos folgendes Fazit: „Es gibt keinen Grund dafür, Entscheidungen über das Sorgerecht, die Zuteilung von Kindern oder den Zugang zu Fortpflanzungstechnologien unter Berücksichtigung der sexuellen Orientierung der Eltern zu treffen.“

Der Wermutstropfen

Die Studie ist zwar völlig vertrauenswürdig, aber es muss erwähnt werden, dass alle gleichgeschlechtlichen Eltern, die an dieser Studie teilnahmen, weiße Mütter aus der Mittelklasse sind, die in Städten leben, in denen sie keiner Homophobie ausgesetzt sind.

Die Kinder aus den Vergleichsstudien kommen jedoch sehr wohl aus der gleichen sozialen Schicht, haben die gleiche Herkunft und stammen aus Familien mit den gleichen finanziellen Mitteln.
Sarah Kirsch
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