Alopezie: Definition, Behandlung und Ursachen von Haarausfall

Alopezie ist der medizinische Begriff für Haarausfall. Hier ein Überblick über diese Erkrankung der Kopfhaut.

Alopezie bezeichnet Kahlköpfigkeit bzw. Haarausfall. Am häufigsten sind Männer betroffen, aber auch einige Frauen leiden unter Alopezie. Dies gilt auch für die amerikanische Schauspielerin Jada Pinkett Smith, die Ehefrau von Will Smith. Aber was ist das für eine Krankheit? Was sind die Ursachen und gibt es eine Behandlung?

Definition: Was ist Alopezie?

Alopezie entspricht dem medizinischen Fachbegriff für Haarausfall. Männer sind viel häufiger betroffen als Frauen. Schätzungen zufolge sind 20 % der Männer in ihren 20ern, 30 % der Männer in den 30ern, 40 % Männer über 40 usw. von Haarausfall betroffen. Bei Frauen ist die androgenetische Alopezie seltener: eine von fünf Frauen im Alter von etwa 40 Jahren, eine von vier Frauen im Alter von etwa 60 Jahren ist betroffen.

Der normale Wachstumszyklus eines Haares besteht aus drei verschiedenen Phasen. Er dauert zwischen zwei und fünf Jahren. Die erste Phase, die sogenannte Anagenphase, ist die Wachstumsphase des Haares. Sie ist die längste Phase und erstreckt sich über mehrere Jahre.

In der Katagenphase, die nur etwa drei Wochen dauert, stellt das Haar sein Wachstum ein. Die letzte Phase ist die Telogenphase. Sie endet mit dem Ausfallen des Haares und dem Neubeginn des Haarzyklus.

Bei Alopezie ist die Anagenphase deutlich verkürzt. Das Haar wächst also weniger lang und fällt häufiger aus. Das führt zu kahlen Stellen auf dem Kopf, insbesondere an den Schläfen, und/oder zu einer Tonsur.

Alopezie: Ursachen für Haarausfall

Der wichtigste Faktor bei der Entstehung von Alopezie ist die Vererbung. Denn Männer oder Frauen, die ein Familienmitglied mit Haarausfall haben, haben ein höheres Risiko, selbst davon betroffen zu sein. So sollen bestimmte Gene an der Vererbung der sogenannten androgenetischen Alopezie beteiligt sein.

Auch hoher Stress kann eine Rolle bei der Intensität oder dem Beginn des Haarausfalls spielen. Ebenso gibt es andere Ursachen, die mit Alopezie in Verbindung gebracht werden, wie :

  • übermäßige UV-Strahlung
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (Chemotherapie, Blutgerinnungshemmer, Retinoide, Verhütungsmittel in Pillenform, ACE-Hemmer, Betablocker, Lithium, Schilddrüsenmedikamente, Antikonvulsiva, Hypervitaminose A...).
  • eine Infektion (z.B. Kopfhaut-Ringelflechte)
  • hormonelle Veränderungen
  • Ernährungsmängel
  • Stress
  • genetisch bedingte Krankheiten

Bei Frauen kann ein Eisenmangel, der durch eine starke Menstruation oder Mehrlingsschwangerschaften verursacht wird, zu Haarausfall führen. Dies ist auch bei bestimmten Krankheiten der Fall, die zu einer zu starken Ausschüttung männlicher Hormone führen.

Behandlung von Alopezie: Wie kann man den Haarausfall bekämpfen?

Um Alopezie wirksam zu behandeln, ist es zunächst wichtig, die Ursachen für den Haarausfall zu ermitteln. Eine Behandlung ist nicht immer notwendig, insbesondere bei vorübergehendem Haarausfall.

Medikamente können helfen, den Haarausfall zu bremsen und das Haarwachstum anzukurbeln, ohne dass die ursprüngliche Haarpracht wiederhergestellt wird. Dies gilt für Minoxidil in Form einer Lotion und Finasterid in Form einer Tablette. Sie können in Kombination mit Haarergänzungsmitteln verwendet werden.

Eine weitere Option ist ein chirurgischer Eingriff. Es können Mikrotransplantationen der Kopfhaut vorgenommen werden. Dabei werden Haare entnommen und dann auf die kahlen Stellen transplantiert. Bei jüngeren Menschen ist von dieser Technik dringend abzuraten, da sich der Haarausfall noch entwickeln kann.

Bei Frauen hängt die Behandlung von der Ursache des Haarausfalls ab. Sie kann darauf abzielen, den Eisenmangel zu beheben oder zu viele männliche Hormone zu bekämpfen.

Aus dem Französischen übersetzt von Gentside Frankreich

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