Neue Volkskrankheit: Darum werden immer jüngere Menschen kurzsichtig
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Neue Volkskrankheit: Darum werden immer jüngere Menschen kurzsichtig

Unsere Augen sind ein empfindliches Organ und wenn wir Augenschmerzenhaben, sollte uns das alarmieren. Besonders, da Studien zeigen, dass immer mehr junge Menschen unter Kurzsichtigkeit leiden.

Kurzsichtigkeit ist die neue Volkskrankheit unter jungen Menschen. Schuld daran ist die Zeit, die sie vor Bildschirmen von Smartphone, Tablet und Computer verbringen.

Je jünger, desto kurzsichtiger

Schuld daran sollen Bildschirme von Smartphones und PCs sein. Während lediglich 15 Prozent der 75-Jährigen kurzsichtig sind, so sind es bei den 50-Jährigen bereits 34 Prozent und bei den 25-Jährigen sogar 46 Prozent.

Das zeigt ein klares Bild: Jüngere Menschen sind häufiger kurzsichtig und gleichzeitig die Gruppe, die am meisten Zeit vor dem Bildschirm verbringt. Eindeutiger könnte es gar nicht sein.

Folgen von Smartphone & Co.

Wenn das Auge zu oft und über zu lange Zeiträume auf nahe Objekte, wie einen Bildschirm, sehen muss, erhält es den Impuls zu wachsen. Der Augapfel vergrößert sich unmerklich und kann weit entfernte Objekte nur noch verschwommen wahrnehmen. Objekte, die sich in nächster Nähe befinden, sieht man jedoch problemlos und klar.

Kurzsichtigkeit tritt nicht nur immer häufiger auf, sondern wird auch immer stärker. Fünf Prozent der Bevölkerung weisen über sechs Dioptrien auf, was als krankhafte Kurzsichtigkeit gilt und weitere Folgen, wie eine dünnere Netzhaut, mit sich ziehen kann. Normalerweise leiden nur ein bis zwei Prozent unter derart starker Kurzsichtigkeit.

Chinastartet Projekt gegen Kurzsichtigkeit

Durch das Ausmaß der Kurzsichtigkeit unter der jungen Bevölkerung, kann es bereits als neue Volkskrankheit bezeichnet werden. Kinder wachsen mit Smartphones und Tablets in ihrem Alltag auf und verbringen immer weniger Zeit im Freien – obwohl genau das der Kurzsichtigkeit vorbeugen kann.

In China, wo das Problem besonders ausgeprägt ist, wurde ein Projekt gestartet, um die Augen der Kinder zu schützen. Sie verbringen eine Stunde am Tag zum Spielen im Freien und nicht vor dem Bildschirm. Dabei zeigen sich erste Verbesserungen. Mit Aufklärungskampagnen und weiteren Projekten will China die neue Epidemie noch weiter im Zaum halten.

Tipps gegen Kurzsichtigkeit

Wer sich vor Kurzsichtigkeit schützen will, kann Chinas Beispiel folgen: Aufenthalte im Freien und verkürzte Zeit vor Bildschirmen schonen das Auge und erhalten die Sehkraft.

Wer am Bildschirm arbeitet, sollte einmal pro Stunde bewusst zwei Minuten lang in die Ferne schauen, etwa aus dem Fenster. Dennoch sollte auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen nicht verzichtet werden. Noch werden diese nicht von der Krankenkasse übernommen. Sie kosten etwa 21 Euro - ein Preis, den uns unsere Augen wert sein sollten.

Von Sarah Kirsch

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