Ärzte behaupten, die junge Frau hätte bloß Migräne: Dann kommt die Hilfe beinahe zu spät
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Ärzte behaupten, die junge Frau hätte bloß Migräne: Dann kommt die Hilfe beinahe zu spät

Manchmal ist es besser, auch die Meinung von Ärzten zu hinterfragen: Hätte die junge Britin sich mit deren Ersturteil zufrieden gegeben, wäre sie heute wahrscheinlich nicht mehr Leben.

Auch Ärzte können sich in ihrer Diagnose täuschen oder mal falsch liegen. Doch wenn sie Symptome als übertrieben oder vorgetäuscht einschätzen, kann dies ganz schön gefährlich werden, wie bei diesem Mädchen, das ihre Magenschmerzen keineswegs simuliert.

Auch Beth Parker aus Halewood geht es ähnlich. Jahrelang leidet die junge Britin an heftigen Kopfschmerzen und anderen Symptomen, doch die Ärzte hören ihr nicht zu, immer wieder wird sie mit der Diagnose Migräne nach Hause geschickt und bekommt neue Schmerzmittel. Doch dann werden die Symptome immer schlimmer.

MRT in allerletzter Sekunde

Irgendwann leidet Beth nicht mehr nur an schrecklichen Kopfschmerzen, sondern auch an Übelkeit, Gedächtnisverlust, Schwindel, Tinnitus, sie ist verwirrt, verliert die Blasenkontrolle und das Gefühl in ihren Gliedmaßen.

Erst da wird ein MRT durchgeführt und Läsionen an Beths Hirnstamm und Halswirbel festgestellt. Allerdings gehen die Ärzte davon aus, dass sicher der Tumor bis sie 40 ist, nicht verändern wird und entscheiden sich aufgrund der hohen Risiken gegen eine Operation.

Keine Überarbeitung, keine Migräne - sondern ein Hirntumor.  Maskot@Getty Images

Fehlurteil der Ärzte

Doch obwohl Beths Symptome immer schlimmer werden, wird sie wieder nicht ernst genommen und stattdessen zu einem Psychologen geschickt, da man davon ausgeht, dass sie die Diagnose nicht verkraftet.

Zwei Jahre nach der Diagnose wird sie zu einer Kontrolluntersuchung eingeladen und es stellt sich heraus, dass ihr Tumor gewachsen ist. Diesmal hört ihr der behandelnde Arzt zu und glaubt nicht, dass sie sich die Symptome nur einbildet.

Ein lebensgefährlicher Eingriff

Trotz des enormen Risikos, empfiehlt Dr. D’Urso ihr, den Tumor zu entfernen. Beth hat allerdings mittlerweile jede Hoffnung verloren und glaubt nicht daran, dass die OP noch gut ausgehen kann, also beginnt sie, ihre eigene Beerdigung zu planen. Doch dann ist der 8-stündige Eingriff tatsächlich ein Erfolg. Beth berichtet:

Das Erste, an was ich mich erinnere, als ich aufwachte, ist, dass ich dachte 'Ich kann meine Zehen bewegen' und die Erleichterung darüber, dass ich nicht gelähmt war.

Heute hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, andere Menschen über ihre Geschichte zu informieren, um dergleichen in Zukunft verhindern zu können. Sie nimmt an der wohltätigen Aktion 20 for 20 Challenge teil und postet an 20 aufeinanderfolgenden Tagen Videos auf Facebook, in denen sie von ihrer Geschichte berichtet.

Von Maximilian Vogel

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